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BILD exklusiv: Merz will eine Bundespräsidentin

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Berlin - Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat im Machtpoker um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (70) Klartext gesprochen. „Ich werde der Partei eine gemeinsame Kandidatin vorschlagen, eine Kandidatin der politischen Mitte. Ich bin festgelegt in der Frage, dass es eine Frau werden muss.“ Das sagte der Kanzler am Rande einer CDU-internen Veranstaltung am Montagabend in Berlin.

Damit setzt der CDU-Chef ein klares Signal im Streit mit der CSU. Die Schwesterpartei drängt seit Wochen auf Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner. In der CDU gilt dagegen Hessens Fraktionschefin Ines Claus als Merz-Favoritin. Einen Namen nennt der Kanzler bisher nicht.

Das sind die Favoritinnen

Ilse Aigner (61, CSU): Die bayerische Landtagspräsidentin ist die Wunschkandidatin von CSU-Chef Markus Söder. Sie war Bundeslandwirtschaftsministerin und ist seit 2018 bayerische Landtagspräsidentin. Aigner gilt als bodenständig: Sie ist gelernte Radio- und Fernsehtechnikerin und lebt bis heute im Elternhaus in Oberbayern. Die Unterstützung für sie als Bundespräsidentin kommt aus unterschiedlichen politischen Lagern. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und SPD-Fraktionschef Matthias Miersch sprechen sich für sie aus. Ihr Problem: Merz hat sich bisher nicht für sie ausgesprochen, und in der CDU gibt es Stimmen für eine eigene Kandidatin.

Ines Claus (49, CDU): Die Juristin und Politologin führt seit 2020 die CDU-Fraktion im Hessischen Landtag. Sie ist seit Februar 2026 stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende. Claus ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Trebur bei Groß-Gerau. Ihr Name tauchte Ende Oktober überraschend auf, als die „Rheinische Post“ sie als Merz-Favoritin nannte. Sie nannte das „eine große Ehre“. Merz' Umfeld dementierte. Führende CDU-Politiker kritisierten laut dpa, ihr fehle jedes bundespolitische Profil.

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