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BILD erklärt das neue Mega-Hotel an der Ostsee: Vieles noch immer ein Geheimnis

BILD erklärt das neue Mega-Hotel an der Ostsee: Vieles noch immer ein Geheimnis
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Pobierowo (Polen) – Noch ist nicht einmal die Hälfte der 1240 Zimmer fertig, aber das Buchungssystem läuft heiß: Am kommenden Mittwoch eröffnet das größte Hotel an der Ostsee in Polen. Und die deutsche Hotellerie beobachtet aus 50 Kilometer Entfernung die Mega-Konkurrenz, die nach acht Jahren Bauzeit auf 13 Stockwerken alles an der Küste überragt. BILD erklärt das Hotel Gołębiewski.

Hunderte Gäste kommen Mittwoch in den kleinen Touristenort Pobierowo (1000 Einwohner), nur eine halbe Stunde Fahrzeit von der Urlaubsinsel Usedom und drei Stunden von Berlin entfernt. Sie sind die Ersten, die im neuen Hotel übernachten dürfen.

Doch die Hotelkette Gołębiewski macht um viele Details der 180.000 Quadratmeter großen 5-Sterne-Herberge auch wenige Tage vor der Eröffnung noch ein Geheimnis. In sozialen Medien spekulieren Fans, was sie zum Preis von umgerechnet rund 350 Euro pro Nacht überhaupt erwartet.

Was über die Zimmer bekannt ist

Von 1240 Zimmern sind erst rund 500 fertig, im linken Flügel des Hotels. Sie sind mit jeweils rund 50 Quadratmetern geräumig und mit edlen Hölzern ausgestattet. 80 Prozent der Zimmer haben Balkone. Nicht alle bieten Meerblick.

Eine Suite kann bis zu 900 Euro kosten. Bis zum 31. August gelten Sonderangebote. Laut Marketingchefin Marta Maslowska gingen allein in den ersten 24 Stunden mehr als 2000 Buchungen ein. Ein wahrer Massenansturm auf das neue Hotel an der Ostsee.

Wer noch einchecken möchte, hat in diesem Jahr aber noch Chancen: Laut Reservierungssystem gibt es im Sommer noch Zimmer. Neben Urlaubern aus Deutschland und Tschechien will das Hotel als Konferenzort punkten.

Der Strand der Ostsee ist 150 Meter entfernt. Zugang haben nach polnischem Recht nicht nur Gäste. Eine lange Holztreppe führt zum Meer. Manche Nutzer mutmaßten bereits, sie könne zu schmal sein, in der Hauptsaison Staus entstehen. Der Kiefernwald mit Radwegen beginnt hinter dem Haus.

Der Wasserpark mit Pool-System

Das Pool-System direkt vor dem Hotel ist mit einer Gesamtlänge von 104 Metern und 60 Metern Breite größer als ein Olympia-Becken. Dazu kommen mit dem „Tropikana-Wasserpark“ Innenpools, Whirlpools, Kinderbereich und Saunalandschaft (in Polen extrem beliebt), Wasserrutschen und sogar eine Salzgrotte.

Was es zu essen gibt

Neben Cafés, Bar und einem großen Buffet gibt es à-la-carte-Küche für Gourmets. Gerade sorgt das asiatische Restaurant „Monsoon“ mit seiner Edel-Küche für Spekulationen im Netz: „Wird es dort auch flambierte Pfannkuchen geben?“, fragt Nutzerin Evelina. Ja! Wer nicht mit Stäbchen essen will, soll in vier Themenrestaurants u. a. auch einheimische Küche bekommen: Polen ist zum Beispiel berühmt für gefüllte Teigtaschen (Pierogi).

Noch völlig unklar ist, ob alle Aktivitäten schon fertig sind. Das Hotel-Management ist seit Tagen auf BILD-Anfrage nicht zu erreichen. Geplant sind Kletterwände, eine Bowlingbahn, ein Kinosaal, ein Supermarkt, eine Disco, Volleyballplätze und Kinderanimation. In der Lobby soll ein Pianist auf dem Klavier spielen.

Wer hinter dem Mega-Projekt steckt

Unternehmer Tadeusz Golebiewski (1943–2022) ist eine Legende: Der Waffelbäcker schaffte den Aufstieg aus kleinen Verhältnissen, gründete 1972 die Keksfabrik Tago und schuf später ein Hotelimperium. Zur Kette gehören sechs Hotels, u. a. in Karpacz.

Das neue Flaggschiff galt als Tadeusz Golebiewskis Lebenswerk, er war oft auf der Baustelle. Die Eröffnung erlebt er nicht.

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