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Beim Urlaub in Italien: Flüchtlingsboot überfährt Schwimmerin (17) – Klinik!

Beim Urlaub in Italien: Flüchtlingsboot überfährt Schwimmerin (17) – Klinik!
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Cagliari (Sardinien) – Ein unbeschwerter Badetag am Strand von Chia (Sardinien) verwandelte sich in Sekundenbruchteilen in den blanken Horror: Ein Flüchtlingsboot mit 14 papierlosen Algeriern an Bord erfasste Mitte August mit seinem 85‑PS-Außenbordmotor in Ufernähe eine Schwimmerin (17). Das Mädchen erlitt mehrfache Knochenbrüche, verlor wegen des Schocks das Bewusstsein, drohte zu ertrinken.

Ein Freund (16), der dem Boot in letzter Sekunde noch ausweichen konnte, rettete ihr das Leben, indem er sie über Wasser hielt. Beherzte Badegäste zogen die Schwerverletzte an Land, ein Rettungshubschrauber brachte sie in eine Klinik: „Codice Rosso“ (Roter Code), die höchste Notfallstufe im italienischen Rettungssystem. Erst später konnten die Ärzte Entwarnung geben.

Mit vollem Tempo in die Badenden

Inzwischen ist ein Video von dem Vorfall aufgetaucht, das Italien schockt. Denn es beweist: Der Schleuser, der das Boot steuerte, schoss mit voller Geschwindigkeit auf eine rote Boje zu, neben der die Jugendlichen schwammen. Er drehte bei, weil er bemerkt haben musste, dass er einen Menschen überfahren hatte – es ragten Hände aus dem Wasser.

Dann – das ist auf dem Video nicht mehr zu sehen – beging er nach Erkenntnissen der Polizei Fahrerflucht. Unfassbar: Statt zu helfen, steuerte der Schleuser (28) nach Polizeiangaben einen Strand einige Buchten weiter an, wo die 14 Migranten an Land gingen.

Allerdings kamen die Algerier nicht weit: Aus der Luft wurden sie mit Kameras der Küstenwache verfolgt, Polizisten konnten sie festnehmen. Der Schleuser, der den Ermittlern weismachen wollte, nichts von dem Zusammenprall bemerkt zu haben, landete im Gefängnis, auch seine 13 Landsleute (alle junge, gesunde Männer) wurden festgenommen. Die Vorwürfe gegen den Steuermann: Beihilfe zur illegalen Einwanderung sowie schwerste Körperverletzung.

Polizei schnappt alle 14 Bootsinsassen

Insgesamt registrierten die Behörden in Sardinien in diesem Jahr 1366 Bootsflüchtlinge aus Algerien. Sie alle erreichen in den Sommermonaten die Südküste, während im Norden der Insel die Yachten der Superreichen vor der Costa Smeralda kreuzen. In diesem Jahr verbrachte auch Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni (49, ultrarechte „Fratelli d’Italia“) mit ihrer Tochter einen Kurzurlaub im Norden Sardiniens.

Der Ansturm von Flüchtlingsbooten auf Italiens Küsten hat zuletzt nachgelassen: Nach offizieller Statistik erreichten in diesem Jahr bislang „nur“ 18.003 Migranten über die Mittelmeer-Route Italien – ein Rückgang von 55 Prozent zum Vorjahr. Der weitaus größte Teil kommt nach wie vor über Libyen. Zuletzt stammten die meisten Migranten aus Bangladesch, Somalia und dem Sudan.

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