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Baustelle A1: Der fünfte Tote in nur sechs Monaten!

Baustelle A1: Der fünfte Tote in nur sechs Monaten!
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Bremen – Schon wieder ein Toter auf Deutschlands gefährlichster Baustelle! Auf der A1 bei Bremen ist am Dienstag ein Mann gestorben. Es ist bereits das fünfte Opfer in nur sechs Monaten.

Was war geschehen? Gegen 17.15 Uhr war ein 32-Jähriger auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung Hamburg unterwegs. Zwischen dem Dreieck Stuhr und der Anschlussstelle Brinkum übersah er offenbar das Ende des Staus, der sich wegen der Horror-Baustelle gebildet hatte. Mit seinem VW krachte er gegen einen Lkw aus Belarus, wobei sich der Volkswagen unter den Anhänger schob.

Rund 30 Rettungskräfte von Feuerwehr bis Notarzt eilten herbei. Nachdem sie den Mann aus dem Landkreis Verden (Niedersachsen) aus seinem völlig zerstörten Auto geholt hatten, konnten sie nur noch dessen Tod feststellen. Die Truckerin (46) und ihr Beifahrer (42) blieben unverletzt. Die Vollsperrung der Autobahn in Richtung Hamburg dauerte rund sechs Stunden.

Warum es auf der A1 so oft kracht

Entlang der A1 wird seit 2024 die Weserbrücke saniert. Die Folge: Tausende genervte Autofahrer quetschen sich durch die von drei auf zwei Spuren verengte Dauer-Baustelle, es kommt zu tückischen Rückstaus. Und obwohl zahlreiche Tafeln warnen und Tempo 60 herrscht, endeten in diesem Jahr fünf der rund 300 Unfälle tödlich.

Schuld sind die schwer einsehbaren Rückstaus und die hohe Anzahl an Brummis. „Deutschlandweit ist der Stauanteil an dieser Stelle schon sehr hoch“, bestätigte ein Sprecher des ADAC auf BILD-Anfrage. „Viele Lkw bedeuten viel Masse – und viel Masse sorgt dafür, dass es zu einem Auffahrunfall kommt oder auch teilweise zu schweren Unfällen.“ Laut Polizeisprecher Nils Matthiesen erhöhen die Anschlussstellen Arsten und Hemelingen die Unfallgefahr zusätzlich.

Autofahrer brauchen noch eine ganze Weile gute Nerven und Schutzengel: Die Sanierung der Weserbrücke soll erst Ende 2027 abgeschlossen sein.

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