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Auf Instagram und Facebook: Fake-Reiseportale locken Urlauber in die Falle

Auf Instagram und Facebook: Fake-Reiseportale locken Urlauber in die Falle
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Ein günstiger Flug zum Traumziel, nur wenige Klicks bis zur Buchung – das klingt verlockend. Wer aber über Instagram oder Facebook auf solche Werbeanzeigen klickt, kann böse überrascht werden. Denn sobald man auf dem vermeintlichen Schnäppchenportal seine Reisedaten eingibt und bezahlt, ist das Geld weg. Gebucht wurde natürlich nichts.

Das Fiese: Die Reiseportale sehen verblüffend seriös aus. Jetzt haben die österreichischen Verbraucherschützer von Watchlist Internet ein riesiges Netzwerk dieser gefälschten Flugbuchungs- und Vergleichsportale aufgedeckt.

So funktioniert die Betrugsmasche

Die Täter setzen auf Schnäppchenflüge. Ein Klick auf eine Werbeanzeige führt direkt zu einem vermeintlichen Vergleichsportal. Dort lassen sich Flüge bis zum letzten Buchungsschritt auswählen. Bezahlt werden kann allerdings ausschließlich per Vorkasse. Besonders perfide: Die Betrüger tarnen sich dabei mit Namen, die an bekannte Unternehmen erinnern:

  • CondorTrips (Condor)
  • Jet2Trips (Jet2)
  • Opotrips (Opodo)
  • Wizflights (Wizz Air)

Anschließend erhalten Kunden einen Link zu bookingstatuscheck.com. Dort sollen sie mit Namen und Buchungsnummer angeblich prüfen können, ob ihre Reise wirklich gebucht wurde. Das Ergebnis täuscht Sicherheit vor, aber: Ein Flugticket wurde nie gekauft!

Buchungsportale für Flüge wirken echt

Auch die Impressen wirken auf den ersten Blick professionell. Dort finden sich u. a. angebliche Lizenznummern, etwa von der britischen Reisebürovereinigung ABTA oder der Luftfahrtaufsichtsbehörde ATOL. Und: Die Nummern existieren tatsächlich – nur gehören sie zu völlig anderen Unternehmen. Für ihre Fake-Portale haben die Verbrecher sogar eigene Profile auf Social Media – z. B. Facebook und Instagram. Die Links führen also nicht ins Leere. Aber: Es gibt kaum Follower, nahezu keine Interaktionen und nur wenige oder gar keine Informationen.

Expertin erklärt, wie Sie sich schützen

BILD-Anwältin Nicole Mutschke rät bei auffällig günstigen Angeboten zur Vorsicht. Vor allem, wenn jemand plötzlich zusätzliche Zahlungen unter Zeitdruck oder über ungewohnte Wege fordert. „Wer bereits bezahlt hat, kann unter Umständen Geld zurückbekommen: Bei Kreditkarten gibt es das Chargeback-Verfahren, PayPal bietet bei entsprechend geschützten Zahlungen Käuferschutz“, erklärt die Expertin.

Achten Sie grundsätzlich auf diese Warnzeichen:

  • Ungewöhnlich niedrige Preise
  • Ausschließlich Zahlung per Vorkasse
  • Unbekannte Anbieter ohne unabhängige Erfahrungsberichte
  • Lizenznummern im Impressum, die nicht nachprüfbar sind

Urlauber werden immer öfter Opfer von Cyberkriminellen. Gerade erst kam es zu einer riesigen Betrugswelle rund um die Buchungsplattform booking.com. Kriminelle boten Hotels oder Ferienwohnungen an, die gar nicht existierten.

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