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Asyl-Erstanträge: Deutschland verzeichnet 67 Prozent weniger Anträge

Asyl-Erstanträge: Deutschland verzeichnet 67 Prozent weniger Anträge
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Berlin – Die Zahl der Asyl-Erstanträge in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich gesunken. Nach BILD exklusiv vorliegenden Zahlen wurden von Januar bis Juni 39.646 Erstanträge gestellt. Im gleichen Zeitraum 2025 waren es 61.336, im ersten Halbjahr 2024 sogar 121.416. Das bedeutet: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ging die Zahl der Asyl-Erstanträge um 35 Prozent zurück. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 beträgt das Minus sogar 67 Prozent.

Der Rückgang setzte sich bis zum Ende des Halbjahres fort. Rechnerisch entfielen auf den Juni nur noch 4.721 Asyl-Erstanträge – noch einmal deutlich weniger als zu Jahresbeginn. Die neuen Asylzahlen bestätigen die Linie von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (56, CSU). Der CSU-Politiker sagte zu BILD: „Kontrolle, Kurs und klare Kante zahlen sich aus: Wir haben mit konsequenter Steuerung die Migration neu geordnet. Diesen Kurs verfolgen wir entschlossen weiter.“

Zahlen passen zu europaweitem Trend

Der Rückgang in Deutschland passt zu einem europaweiten Trend. Frontex registrierte in den ersten fünf Monaten 2026 nach den vorliegenden Informationen knapp 39.000 irreguläre Grenzübertritte an den EU-Außengrenzen. Das sind fast 40 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Asyl-Erstanträge bilden allerdings nicht die gesamte Fluchtmigration ab. Ukrainische Schutzsuchende stellen wegen ihres EU-Sonderstatus in der Regel keinen Asylantrag und erscheinen deshalb grundsätzlich nicht in der BAMF-Asylstatistik.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge arbeitet zugleich weiter die anhängigen Asylverfahren ab. Bis einschließlich Mai 2026 traf das BAMF bereits mehr als 100.000 Entscheidungen. Weniger neue Asylanträge bedeuten allerdings nicht automatisch eine Entlastung der Gerichte. Nach BILD vorliegenden Angaben wurde 2025 mehr als die Hälfte aller BAMF-Entscheidungen beklagt.

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