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Anschlag auf CSD in Berlin: Das ist der CSD-Terrorist Abdul Ballout

Anschlag auf CSD in Berlin: Das ist der CSD-Terrorist Abdul Ballout
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Berlin – Eine 21 Stunden lange Flucht endete in einer Gartenlaube in Berlin-Spandau: Der Tiergarten-Terrorist Abdul Ballout (21) starb am Sonntagabend in einer Gartenlaube. Erschossen von Polizisten, die er vorher attackiert haben soll. Von dem deutschen Staatsbürger mit libanesischer Herkunft geht keine Gefahr mehr aus.

Wer ist dieser junge Mann, der eine Veranstaltung attackierte, die für Freiheit und Gleichberechtigung steht? Der den Christopher Street Day ins Visier nahm, ein Symbol für die Rechte queerer Menschen? Werte, die dem Verdächtigen offenbar verhasst sind. Die Ermittler ordnen Ballout der islamistischen Szene zu.

Seine Eltern leben getrennt

BILD recherchierte am letzten bekannten Wohnort des Gesuchten. Berlin-Mitte, Kiez Tiergarten Süd – nicht weit vom Tatort entfernt. Die Familie stammt ursprünglich aus dem Libanon. Vor Ort erfuhr BILD von Menschen, die ihn seit langem kennen: Die Eltern sollen getrennt leben. Abdul hat zwei Geschwister. Ein alter Freund beschreibt ihn als extrem religiös. Wenn jemand in seinem Umfeld etwas tat, das nicht dem Islam entsprach, kam es häufig zu lautstarken Auseinandersetzungen.

Zuletzt fiel der 21-Jährige durch eine drastische äußerliche Veränderung auf. Er kleidete sich offenbar komplett in Schwarz: schwarze Hose, schwarzer Kapuzenpulli, schwarze Schuhe, schwarzer Bart und schwarze Mütze. Alte Freunde mied er zunehmend, sprach kaum noch mit ihnen.

Ausbildung abgebrochen, auf Anti-Israel-Demos

Unbestätigten Informationen zufolge begann Ballout vor einigen Jahren eine Ausbildung, brach sie jedoch ab. Danach arbeitete er auf Baustellen und als Sicherheitskraft. Nach BILD-Informationen tauchte er mehrfach bei Anti-Israel-Demonstrationen auf. In den vergangenen Jahren rutschte Abdul Ballout offenbar immer tiefer in die Kriminalität ab. Seine Ermittlungsakte zeichnet nach Informationen der „Welt“ (gehört wie BILD zu Axel Springer) das Bild eines IS-Anhängers und Intensivtäters, der den Behörden seit Jahren bekannt war.

Festnahme im Libanon nach Ausreiseversuch

2025 versuchte er, nach Syrien auszureisen. Doch im Libanon stoppten ihn die Behörden, nahmen ihn fest und schickten ihn zurück nach Berlin. Im November 2025 wurde er hier verhaftet. Im Mai 2026 verurteilte ihn das Amtsgericht Tiergarten wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre und zehn Monate gefordert und legte gegen das Urteil Berufung ein. Nach der Verurteilung observierte die Polizei den Verurteilten zeitweise, wie BILD erfuhr.

Hatte Ballout in dieser Zeit schon mit seinem Leben abgeschlossen? Dafür spricht, dass er den Wagen, den er zum Anschlag nutzte, unter seinem echten Namen anmietete. Auch Lebensmittel gab er weg. Ruska aus Bulgarien lebt als Obdachlose unter dem Torbogen des Hauses, in dem Abdul wohnte. Sie kennt ihn vom Sehen. Am Freitag kam er zu ihr, schenkte ihr drei Bananen und weiteres Obst. Einen Tag später raste er in die Feiernden des Christopher Street Days.

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