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7. Oktober: Israel ehrt Opfer mit mehr als 1200 Särgen in Tel Aviv

7. Oktober: Israel ehrt Opfer mit mehr als 1200 Särgen in Tel Aviv
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Tel Aviv (Israel) – Drei Jahre nach dem schlimmsten Terrorangriff in der Geschichte Israels steht das Land still. Am Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 erinnern Israelis an die mehr als 1200 Menschen, die damals ermordet wurden.

Am Strand von Tel Aviv bot sich am Mittwoch ein erschütterndes Bild: Wo sonst Israelis und Touristen flanieren, wurden mehr als 1200 symbolische Särge im Sand aufgestellt. Auch am Dizengoff-Platz im Herzen der Mittelmeer-Metropole wurde der Opfer gedacht. Die berühmte Fontäne färbten Aktivisten blutrot. Rund um das Becken standen Porträts der Ermordeten. Menschen verharrten schweigend, legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an.

Sie wollten doch nur tanzen – dann kam der Terror

Sie wollten feiern, tanzen, lachen – dann wurden sie ermordet. Auch auf dem Gelände des Nova-Musikfestivals nahe Re’im wurde erinnert. Dort hatten Hamas-Terroristen am Morgen des 7. Oktober 2023 hunderte junge Menschen abgeschlachtet. Punkt 6.29 Uhr, exakt zur Uhrzeit des Angriffs, senkten Angehörige und Überlebende die Köpfe. Zwischen Blumen und Fotos der Opfer flossen Tränen. Viele Familien verloren an diesem Ort Kinder, Geschwister und Freunde.

Israels Präsident Isaac Herzog (66) erinnerte ebenfalls an die Opfer. In Jerusalem entzündete er eine Gedenkkerze und schrieb dazu auf X: „Drei Jahre voller ungeheuren Schmerz, Verlust und Trauma. Wir erinnern uns an alle Ermordeten und an alle, die im Kampf gefallen sind.“

Auch in Deutschland wurde der Opfer gedacht. Auf dem Berliner Bebelplatz fand die zentrale Gedenkveranstaltung unter dem Motto „Nie vergessen. Niemals schweigen.“ statt. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (56, CSU) zeigte sich dabei sichtbar bewegt. Der Terrorangriff habe „tiefe Wunden in unseren Herzen geschaffen“, sagte er. Bilder und Erinnerungen an die Hamas-Gräueltaten ließen ihn bis heute nicht los.

Israels Botschafter Ron Prosor (67) sprach bei der Veranstaltung von einem „Genozid an Juden und Israelis“. Er forderte eine entschlossene Offensive gegen Antisemitismus.

Der 7. Oktober 2023 bleibt für viele Israelis und Juden weltweit eine offene Wunde, die weiter schmerzt. Sie wird wohl niemals vollständig verheilen.

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