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1 Million Tonnen LNG: Deutschland und Kanada vor wichtigem Gasdeal

1 Million Tonnen LNG: Deutschland und Kanada vor wichtigem Gasdeal
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Vancouver/Berlin – Kanada und Deutschland stehen offenbar kurz vor einem wichtigen Energie-Deal. Flüssigerdgas (LNG) soll über ein geplantes Exportterminal im großen Stil zu uns geliefert werden. Abnehmer ist demnach das deutsche Staatsunternehmen Sefe, der Deal würde Deutschland unabhängiger von Gaslieferungen aus Krisenregionen wie dem Nahen Osten machen.

Das Gas kommt aus dem geplanten Exportterminal Ksi Lisims an der Küste der Provinz British Columbia im Nordwesten Kanadas. Energieminister Tim Hodgson (64) wolle die Vereinbarung am heutigen Mittwoch in Vancouver bekanntgeben, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg aus Insiderkreisen. Bisher gibt es dafür allerdings noch keine offizielle Bestätigung.

1 Million Tonnen LNG für Deutschland

Das Projekt Ksi Lisims hat eine geplante Kapazität von 12 Millionen Tonnen LNG pro Jahr. Damit wäre es die zweitgrößte Exportanlage Kanadas. Auch Energieriesen wie Shell und TotalEnergies haben bereits Abkommen über 20 Jahre mit Ksi Lisims geschlossen. Den Berichten zufolge könnten 1 Million Tonnen Gas nach Deutschland geliefert werden.

Abgewickelt würde der Handel über das Berliner Energieunternehmen Sefe (Securing Energy for Europe). Es ging aus der deutschen Tochterfirma der russischen Gazprom hervor und war 2022 nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine verstaatlicht worden. Heute soll das Unternehmen die deutsche Energieversorgung breiter aufstellen – mit dem Kanada-Deal käme Deutschland diesem Ziel einen großen Schritt näher.

Ab wann das Gas geliefert werden könnte, ist allerdings noch unklar – der Bau von Ksi Lisims hat bisher noch nicht begonnen. Zudem würde sich das Großterminal aufgrund seiner Lage am Pazifik eher zum Gasexport in asiatische Länder eignen. Nach Deutschland müsste das LNG dagegen über den Atlantik transportiert werden.

Wie kommt das Gas zu uns?

Auf die Frage, wie LNG von der kanadischen Westküste über den Panamakanal nach Europa verschifft werden könnte, sprach Minister Hodgson gegenüber Bloomberg von mehreren Optionen: „Einige Schiffe werden den Weg durch den Panamakanal nehmen, andere werden ihn umfahren; wieder andere Ladungen werden getauscht“ – mit anderen Abnehmern, im Gegenzug für LNG-Lieferungen, die näher an Europa liegen, sagte er.

Die europäischen Länder wollten keine übermäßige Abhängigkeit von US-Gas mehr eingehen, so der Minister weiter – auch wegen Spannungen mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump (79). „Wir können genau diese Alternative sein“, sagte Hodgson. Kanada und Europa arbeiten schon seit längerer Zeit daran, ihre Beziehungen zu stärken – zuletzt war sogar ein Beitritt des nordamerikanischen Landes zur Europäischen Union ins Spiel gebracht worden.

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