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Rückendeckung aus dem Weißen Haus! Im Streit um das umstrittene Falkland-Banner, das einige Argentinien-Stars nach dem Sieg im WM-Halbfinale gegen England auf dem Rasen präsentiert hatten, stellt sich nun ein enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump (80) hinter die Südamerikaner. Andrew Giuliani (40), Leiter der WM-Taskforce des Weißen Hauses, verteidigt die Aktion – und beruft sich auf die Meinungsfreiheit.

Giuliani sagte am Freitag vor Journalisten in Washington: „Wir glauben hier in den Vereinigten Staaten an die Rechte des Ersten Verfassungszusatzes. Was die Möglichkeit betrifft, öffentliche Aussagen zu machen, hat Argentinien das Recht, dies in den Vereinigten Staaten zu tun.“

Der Republikaner meint das „First Amendment“ der US-Verfassung, das unter anderem die Meinungs- und Redefreiheit garantiert.

FIFA prüft den Fall

Nach dem 2:1-Halbfinalsieg gegen England hatten mehrere argentinische Spieler mit einem beschrifteten Betttuch gefeiert, das Fans aus ihrem Block auf den Rasen geworfen hatten. Darauf stand: „Las Malvinas son argentinas“ („Die Falkland-Inseln sind argentinisch“). Die Botschaft gilt als politisches Statement. Genau solche politischen Botschaften sind nach den FIFA-Regeln bei WM-Spielen für Spieler und Offizielle verboten.

Der Weltverband prüft den Vorfall derzeit. Mit einer Entscheidung oder möglichen Strafe wird allerdings erst nach dem WM-Finale gegen Spanien am Sonntag (21 Uhr, ZDF und MagentaTV) gerechnet.

Jahrzehntealter Konflikt

Hinter der Botschaft steckt ein jahrzehntelanger Streit um die Falkland-Insel, die in Argentinien Malvinen genannt werden. Sowohl Großbritannien als auch Argentinien beanspruchen die Inselgruppe für sich. Nach der argentinischen Invasion am 2. April 1982 griff Großbritannien militärisch ein. Der Falkland-Krieg dauerte rund zwei Monate und endete mit der Kapitulation Argentiniens. Bis heute ist der Konflikt in Argentinien eine offene historische Wunde. Die Bewohner der Falklandinseln bekannten sich bei einem Referendum im Jahr 2013 mit großer Mehrheit zu Großbritannien.