Er weiß, was es für die Weltmeisterschaft braucht. Als Spieler war Bayern-Patron Uli Hoeneß (74) Teil des Teams, das Deutschland 1974 den zweiten WM-Titel bescherte. Am Rande des entscheidenden fünften Finalspiels zwischen den Münchner Basketballern und Alba Berlin (81:84) sprach er über die Chancen der deutschen Mannschaft beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Und erteilte Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) ein großes Lob.
Mit dem Comeback-Sieg gegen die Elfenbeinküste (2:1) beeindruckten die DFB-Fußballer Hoeneß. Das Bayern-Urgestein: „Man muss festhalten, dass Deutschland gestern kämpferisch Unglaubliches geleistet hat. Es sind aber noch schwere Brocken bis zum Titel.“
Großes Hoeneß-Lob für Nagelsmann
Entscheidenden Anteil am Sieg hatte Bundestrainer Nagelsmann. Er wechselte in der zweiten Halbzeit mit Deniz Undav (29) und Nadiem Amiri (29) zwei Profis ein, die die Partie zugunsten Deutschlands drehten. Die starken Wechsel blieben auch Hoeneß nicht verborgen. Und verleiten den Bayern-Macher zu einem Lob für Nagelsmann: „Wenn sie allerdings so zu einer Mannschaft zusammenwachsen und der Trainer immer so gut wechselt wie gestern, kann es was werden.“
Vor der Weltmeisterschaft hatte Hoeneß Nagelsmann noch kritisiert und unter anderem bemängelt, dass die Nationalmannschaft nicht eingespielt sei. Im Gespräch mit Streamingdienst DAZN hatte er Nagelsmann im Mai auch dazu geraten, sich häufiger mit Kritik auseinanderzusetzen.
Hoeneß damals: „Das fehlt mir ein bisschen bei Julian, dass er bereit ist, sich mit Leuten wie mir mal zusammenzusetzen und auch etwas anzunehmen. Denn ich habe das Gefühl, dass er dafür nicht zur Verfügung steht. Aber das ist seine Entscheidung. Wenn er erfolgreich ist, bin ich der Erste, der ihm gratuliert. Und wenn er keinen Erfolg hat, dann wird es für ihn schwer.“
Bislang läuft die Weltmeisterschaft nach Nagelsmanns Vorstellung. Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel schaffte das DFB-Team die Qualifikation für die K.-o.-Runde. Im letzten Gruppenspiel trifft Deutschland am Donnerstag (22 Uhr) auf Ecuador.