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Rückendeckung vom Titan! Nach dem hart umkämpften Sieg der Engländer gegen Norwegen im WM-Viertelfinale (2:1 nach Verlängerung) hatte Thomas Tuchel (52), Nationaltrainer der „Three Lions“, seine Mannschaft öffentlich kritisiert – und dafür wiederum Kritik einiger Experten und Medien erhalten. Oliver Kahn (57) nimmt Tuchel jetzt in Schutz!

Der Ex-Nationalkeeper und frühere Vorstands-Boss des FC Bayern verteidigte die Worte Tuchels in einem Beitrag bei LinkedIn: Ihn irritiere nicht Tuchel. Ihn irritiere, dass Fragen, warum ein Trainer eine Mannschaft nach einem Sieg kritisiert oder warum er nicht lobt, überhaupt gestellt werden.

Kahn schreibt: „Die Reaktionen folgten sofort. Und sie verraten mehr über unsere Zeit als über den Fußball. Denn sie offenbaren eine Eigenart, die weit über den Sport hinausreicht. Wir glauben, Niederlagen seien der gefährlichste Moment einer Entwicklung. Tatsächlich ist es oft der Sieg“, meinte Kahn. Eine Niederlage zwinge zur Analyse. Ein Sieg verführe dazu, auf sie zu verzichten. „Deshalb beginnt die eigentliche Führungsarbeit nicht nach einem verlorenen Spiel, sondern nach einem gewonnenen.“

Tuchel habe keine schlechte Stimmung verbreitet. „Er hat etwas getan, das im Spitzensport selbstverständlich sein sollte. Er hat verhindert, dass ein Sieg wichtiger wird als die Wahrheit. Denn der Unterschied zwischen guten und außergewöhnlichen Mannschaften zeigt sich nicht nach Niederlagen, sondern nach Siegen.“

Kahn kennt Tuchel aus der gemeinsamen Zeit beim FC Bayern. Er hatte im März 2023 in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender den Trainer Tuchel verpflichtet. Zwei Monate später trennte sich der Verein von Kahn.

Die englische Nationalmannschaft trifft am Mittwoch im WM-Halbfinale auf Argentinien mit Superstar Lionel Messi (21 Uhr, live bei der ARD, MagentaTV und im Ticker von BILD).