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Carlos Queiroz ist nicht mehr Nationaltrainer von Ghana. Nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Kolumbien in Kansas City erklärte der 73-Jährige, dass er den Posten räumt. Für den Coach war es die fünfte WM in Folge als Trainer.

Queiroz hatte den Job erst im April übernommen – nach einer Testspiel-Niederlage in Deutschland von Otto Addo. Doch nach dem WM-Aus ist Schluss.

Queiroz kritisiert den Verband

Bei seinem Abschied teilte der Trainer-Veteran gegen den ghanaischen Fußball-Verband aus. „Die Zukunft der Black Stars wird nicht allein auf dem Platz gebaut, der Erfolg der Black Stars muss außerhalb des Platzes beginnen, indem man die bestmöglichen Bedingungen schafft, um das außergewöhnliche Fußball-Talent Ghanas vorzubereiten, zu schützen und zu entwickeln.“ Eine klare Ansage des 73-Jährigen: Ohne bessere Strukturen im Verband wird Ghana sein Potenzial nicht ausschöpfen können.

Vor dem Aus im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft in den USA, Kanda und Mexiko hatte Trainer-Veteran Queiroz die Bedeutung der Partie auch für den afrikanischen Kontinent hervorgehoben.

Schwache Bilanz für Afrika

Neun von zehn Teams aus Afrika hatten die Vorrunde überstanden. Doch im Sechzehntelfinale war nun für sieben davon frühzeitig Schluss – auch für das bis heute von Queiroz trainierte Ghana. Lediglich Ägypten und Marokko schafften mit Siegen über Australien und die Niederlande den Sprung ins Achtelfinale.

Ghana, das sich erst im März von Addo als Coach getrennt hatte und stattdessen auf den 73 Jahre alten Queiroz bei dessen fünfter WM setzte, kam für das Achtelfinale zu keiner Zeit so wirklich infrage. Schon in der Vorrunde waren die Black Stars nur als Dritter hinter England und Kroatien weitergekommen. Bei der Niederlage gegen Kolumbien, die auch hätte höher ausfallen können, war die Queiroz-Mannschaft quasi chancenlos geblieben. Gerade offensiv war kaum etwas von den Afrikanern zu sehen gewesen.