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Der Fall Folarin Balogun zieht immer größere Kreise! Nach der überraschenden Aufhebung der Rot-Sperre für den US-Nationalspieler fordert nun auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf eine schnelle Erklärung vom Fußball-Weltverband Fifa.

DFB reagiert auf Infantino-Skandal

In einer Stellungnahme sagt Neuendorf: „Die Fifa sollte sich jetzt rasch zu Berichten erklären, wonach der Entscheidung zur Aussetzung der Roten Karte gegen den amerikanischen Spieler Folarin Balogun ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und Fifa-Präsident Gianni Infantino vorausgegangen sein soll.“

Der DFB-Präsident legt nach: „Der Eindruck, dass es hier eine aktive Einflussnahme der Politik auf den Sport gegeben hat, muss zügig und schlüssig ausgeräumt werden. Es geht um die Integrität des Wettbewerbs und die Glaubwürdigkeit der Fifa.“

St.-Pauli-Präsident und DFB-Vize Oke Göttlich (50) sagt gegenüber BILD: „Die Infantino-Trump-Shitshow geht weiter und wurde jetzt auf die Spitze getrieben. Wir harren der Dinge, die da noch kommen …“

Hintergrund sind übereinstimmende Berichte, ausgelöst von „The Athletic“ und der Nachrichtenagentur AP. Demnach soll US-Präsident Donald Trump persönlich bei Fifa-Präsident Gianni Infantino angerufen haben, um sich für eine Aufhebung der Sperre Baloguns vor dem WM-Achtelfinale gegen Belgien einzusetzen.

Nach BILD-Recherchen alarmierte Andrew Giuliani (40), Chef der WM-Taskforce im Weißen Haus, direkt nach dem Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina Präsident Donald Trump wegen Baloguns Strafe für sein Foul: Platzverweis und eine Spielsperre, die ihn im Achtelfinale gegen Belgien außer Gefecht setzen würde.

Der Stürmer hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen, nachdem er seinem Gegenspieler Tarik Muharemović unbeabsichtigt auf den Knöchel getreten war. Trotz des Platzverweises hob die Fifa die Sperre später wieder auf.

Bislang haben sich weder die Fifa noch das Weiße Haus zu den Berichten über das angebliche Telefonat geäußert. Damit wächst der Druck auf den Weltverband – und die Diskussion um die umstrittene Begnadigung des US-Torjägers geht weiter.