Was jetzt? / Unabhängigkeitstag in der Ukraine:Wie feiert man einen Unabhängigkeitstag im Krieg?
Heute feiert die Ukraine den 35. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit von der Sowjetunion – bereits zum fünften Mal im Schatten des russischen Angriffskrieges. Aus diesem Anlass ist der Außenminister Johann Wadephul in Kyjiw zu Besuch. Dabei sagte er zusätzliche 50 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für die Menschen in den Frontgebieten zu und verurteilte die jüngsten russischen Angriffe als »wahllosen Mord an Zivilisten«. Allein im Juli wurden mindestens 437 Zivilisten in der Ukraine getötet und mehr als 2.600 weitere durch russische Angriffe verletzt. So viele zivile Tote in einem Monat gab es zuletzt im Mai 2022. Gleichzeitig attackiert die Ukraine inzwischen verstärkt die russische Wirtschaft, darunter Ölraffinerien und große Logistikzentren. Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte daraufhin an, dass die russischen Gegenschläge nun »deutlich spürbarer und zerstörerischer« werden. Haben die ukrainischen Attacken den Druck auf Russlands Führung erhöht? Und wie ist die Stimmung im Land am Unabhängigkeitstag? Darüber berichtet Ukrainekorrespondentin Olivia Kortas im Podcast.
Die Verhandlungen über Zölle zwischen den USA und Kanada sind gescheitert. Infolgedessen sind in der Nacht auf Sonntag US-Zölle in Höhe von 50 Prozent auf verschiedene kanadische Waren wie Milchprodukte, Wein und Möbel in Kraft getreten. Der Wert der betroffenen kanadischen Exporte beträgt insgesamt 20 Milliarden Dollar. Kanada kündigte Gegenmaßnahmen an. Ab dem 8. September gibt es höhere Zölle für Stahl, Elektrogeräte und Landwirtschaftsgüter aus den USA. Die USA geben Kanada die Schuld am Scheitern der Gespräche, da das Nachbarland die Bedingungen, auf die sich bereits geeinigt wurde, abgelehnt habe. Der kanadische Premier Mark Carney weist das zurück: Die USA hätten in letzter Minute Änderungen verlangt, die Kanadas Handelsbeziehungen mit anderen Staaten einschränken würden. Carney wirft US-Präsident Donald Trump vor, einen offenen Handelskrieg losgetreten zu haben. Wirtschaftsredakteurin Carla Neuhaus analysiert Kanadas Strategie und erklärt, wer in diesem Konflikt mehr zu verlieren hat.
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