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Washington/Kiew – Die USA liefern Patriot-Raketen an die Ukraine, aber viel zu spät! Das US-Außenministerium hat den Verkauf von 500 PAC-3-Abfangraketen genehmigt, Wert: rund 2 Milliarden Dollar. Der Haken: Die Raketen existieren noch gar nicht, sie müssen erst gebaut werden. Geliefert wird wohl erst in den 2030er-Jahren. Zu spät für die Abwehr des täglichen russischen Raketenterrors.

Präsident Selenskyj lobte die „starke Entscheidung“ aus Washington, warnte aber: Die Lieferung beginne „erst in einigen Jahren“. Sein Vorschlag: USA und Europa geben sofort Raketen aus ihren Beständen ab und bekommen sie später ersetzt. Aktuell erhält die Ukraine im Schnitt nur zwölf Patriots pro Monat. Viel zu wenig für die täglichen schweren Angriffe Russlands auf die Ukraine. Russische Angriffsraketen wie die Iskander-M können nur vom Patriot-System abgefangen werden. Fehlen die Abfangraketen, ist die Ukraine wehrlos.

Bezahlt wird der Deal von Deutschland, Kanada und Norwegen, dazu kommen Mittel aus einem EU‑Darlehen. Washington betont mitten im Wahlkampf kurz vor den Zwischenwahlen: „Es werden keine US-Mittel eingesetzt.“ Hersteller Lockheed Martin will seine Produktion bis 2030 verdreifachen. Das Pentagon drückt aufs Tempo, denn die USA brauchen die Raketen auch selbst, etwa bei ihren Einsätzen im Iran.

Unterdessen geht der Terror Putins weiter: Auch in der vergangenen Nacht griff Russland wieder Kiew und andere Städte in der Ukraine an. Ziel war laut Bürgermeister Klitschko die Energie-Infrastruktur, in vier Stadtbezirken fiel zeitweise der Strom aus. Schon die Nacht davor feuerte Moskau ballistische Raketen, Lenkraketen und 113 Drohnen auf die Ukraine, an 17 Orten gab es Treffer. Am Donnerstag tötete eine russische Drohne in Dnipro mindestens 14 Menschen auf einem Bahnhof.