Frankfurt am Main – Der Countdown läuft! Der Tankrabatt läuft aus – und damit auch die günstigeren Spritpreise. Der Staat hatte Benzin und Diesel zwei Monate lang um mehrere Cent pro Liter verbilligt. Mit dem Aus müssen Millionen Autofahrer wieder mehr bezahlen. Folge: Die Deutschen wollen noch einmal zuschlagen! Die Mehrheit will laut INSA-Blitzbefragung ihr Auto vor dem Ende des Tankrabatts noch einmal randvoll tanken.
1,6 Milliarden Euro hat der Tankrabatt, also die Senkung der Energiesteuer, den Staat und damit alle Steuerzahler gekostet. Um bis zu 17 Cent war Super günstiger, bei Diesel waren es 12 Cent. Ohne den Rabatt wären die Preise den gesamten Juni hindurch im Tagesdurchschnitt wohl über zwei Euro gelegen.
65 Prozent wollen volltanken
Jetzt wollen 65 Prozent der Autofahrer mit Benzin- oder Dieselwagen vor dem Ende des Tankrabatts ihr Fahrzeug volltanken. Nur 21 Prozent sagen, dass sie darauf verzichten. 14 Prozent machen keine Angabe.
Klar fällt auch das Urteil über das Aus der Sprit-Hilfe aus. 60 Prozent finden es eher falsch, dass der Tankrabatt endet. Nur 27 Prozent halten das Ende für richtig. 13 Prozent äußern sich nicht. Die Botschaft ist eindeutig: Die Mehrheit hätte sich eine längere Entlastung an der Zapfsäule gewünscht.
Trotzdem wollen 49 Prozent der Befragten nach dem Ende des Tankrabatts ihr Auto genauso viel nutzen wie bisher. Nur 16 Prozent haben (eher) vor, weniger zu fahren. 23 Prozent der Befragten fährt derzeit kein Auto mit Verbrennermotor, sechs Prozent wollen sogar mehr fahren als mit Tankrabatt. 14 Prozent können oder wollen diese Frage nicht beantworten.
In nahezu allen politischen Lagern will eine Mehrheit den Tankrabatt bis zum Schluss nutzen und lehnt das Ende der Vergünstigung ab. Eine Ausnahme bilden lediglich die FDP-Wähler: Hier sind die Meinungen gespalten. Jeweils 39 Prozent wollen vor dem Aus noch einmal volltanken beziehungsweise darauf verzichten.
Auch bei der Frage, ob das Ende des Tankrabatts richtig ist, liegen Befürworter und Gegner unter FDP- und Grünen-Wählern nahezu gleichauf. In allen anderen Wählergruppen überwiegt dagegen der Widerstand gegen das Ende der Sprit-Hilfe deutlich.