München/Berlin – Autofahrer können aufatmen: An den deutschen Tankstellen purzeln die Preise weiter! Seit der Entspannung im Nahen Osten geht es mit den Spritkosten deutlich bergab. Besonders beim Diesel zeichnet sich eine bemerkenswerte Entwicklung ab: Der Kraftstoff nähert sich immer stärker dem Niveau von vor dem Kriegsbeginn im Nahen Osten an.
Nach Zahlen des ADAC kostete ein Liter Diesel am Mittwoch im bundesweiten Tagesdurchschnitt nur noch 1,776 Euro – und damit lediglich 3 Cent mehr als am 27. Februar, dem letzten Tag vor Kriegsbeginn. Im Vergleich zum Vortag fiel der Preis um 2,1 Cent. Es war bereits der neunte Rückgang in Folge. Innerhalb einer Woche wurde Diesel sogar um 7,6 Cent billiger.
Auch Super E10 wird günstiger. Der Literpreis lag am Mittwoch bei durchschnittlich 1,84 Euro. Das sind 1,4 Cent weniger als am Vortag. Nach fünf Preisrückgängen in Serie ergibt sich auf Wochensicht ein Minus von 3,1 Cent.
Der Preissturz geht weiter
Die ersten Daten vom Donnerstagmorgen machen Autofahrern zusätzlich Hoffnung. Um 8.45 Uhr war Diesel laut ADAC bereits weitere 1,9 Cent günstiger als zum gleichen Zeitpunkt am Vortag. Bei Super E10 betrug das Minus noch einmal 1 Cent.
Hält dieser Trend an, könnte Diesel schon bald sogar unter das Preisniveau von vor Kriegsbeginn fallen. Allerdings spielt dabei auch der Tankrabatt eine wichtige Rolle. Er senkt die Steuerlast beim Sprit um 16,7 Cent pro Liter, beim Diesel um etwa 14 Cent pro Liter.
Doch nach Einschätzung des ADAC ist noch mehr drin. „Es gibt weiterhin Potenzial für niedrigere Kraftstoffpreise“, sagt ein Sprecher. Der Verkehrsclub verweist darauf, dass sowohl der Ölpreis als auch die Spritpreise derzeit ungefähr auf dem Niveau von Anfang März liegen. Damals gab es den Tankrabatt allerdings noch nicht. Der Sprecher betont: „Vor diesem Hintergrund zeigt sich sehr deutlich, wie groß das Potenzial für weiter sinkende Kraftstoffpreise ist.“