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Klare Ansage! Der norwegische Fußballverband (NFF) fordert öffentlich den Rücktritt von Fifa-Boss Gianni Infantino (56). Das verkündete NFF-Präsidentin Lise Klaveness (45) am Freitag auf einer Pressekonferenz.

Die ehemalige Profi-Fußballerin: „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir Infantino mittlerweile kein Vertrauen mehr entgegenbringen können. Wir waren schon seit Langem besorgt, und jedes Jahr, zu jeder Jahreszeit, gab es einen weiteren Schritt in diese beunruhigende Richtung. Das Vertrauen ist für uns nun verloren, für Infantino gibt es kein Zurück mehr.“

Und weiter: „Wir befinden uns weltweit in einer sehr polarisierten Zusammenarbeit und, ich würde sagen, im Chaos. Deshalb werden wir ihn auffordern, unverzüglich zurückzutreten, damit die globale Fußballgemeinschaft nach vorne blicken und in Zukunft zusammenarbeiten kann.“

Der Norwegen-Verband ist damit der erste europäische Verband, der eigenständig Infantinos Rücktritt einfordert. Bislang positionierte sich lediglich die Uefa als Kontinentalverband dazu. Zuvor hatten sich die europäischen Länderverbände flächendeckend gegen Infantinos WM-Privatisierungspläne ausgesprochen, einen möglichen Rücktritt aber nicht erwähnt.

Blatter sieht Klaveness als Infantino-Nachfolgerin

Klaveness wurde von Ex-Fifa-Präsident Sepp Blatter (90) als Nachfolgerin für Infantino ins Spiel gebracht. Auf „X“ (vormals Twitter) schrieb er am Dienstag: „Lise Klaveness verdient höchsten Respekt. Sie war die Einzige, die stets klar Stellung bezog und sich nicht dem Mainstream anpasste. Und bei der Fifa ist die Zeit reif dafür, dass eine Frau die Führung übernimmt.“

Klaveness spielte während ihrer Karriere unter anderem für den schwedischen Spitzenklub Umeå, mit dem sie 2007 das Champions-League-Finale erreichte. Zwischen 2002 und 2011 absolvierte sie 73 Länderspiele für die norwegische Nationalmannschaft.