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Brisante Enthüllungen zum deutschen WM-Aus, dem ehemaligen Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) und seiner Mannschaft während des Turniers! Der „Spiegel“ hat einen ausführlichen Rückblick auf das Ausscheiden der DFB-Elf bei der WM im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (4:5 n.E.) geworfen. Dafür hat das Magazin mit Insidern gesprochen – die viele Probleme und Schwierigkeiten innerhalb des Teams ans Licht bringen.

„Zu viele Ego-Shooter“ im DFB-Team?

Generell sei in der Mannschaft jeder zu sehr mit sich selbst beschäftigt gewesen – egal ob Nagelsmann, Star-Torwart Manuel Neuer (40) oder die jungen Topspieler um Florian Wirtz (23) und Jamal Musiala (23). Der Insider sagt im „Spiegel“: „Man merkt, dass aus manchen Talenten Ich-AGs mit tausend Ablenkungen von außen gemacht werden. Da gerät das Spiel an sich aus dem Fokus.“ Eine weitere Quelle ergänzt: „Es gab zu viele Ego-Shooter.“

Der ehemalige Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) hat sich, wie weithin bekannt, mit seinen Aussagen zu Stürmer Deniz Undav (29) nach dem 2:1 gegen Ghana im März ein Eigentor geschossen. Undav erzielte damals das Siegtor, Nagelsmann kritisierte ihn dennoch. Dieses Thema beschäftigte die Nation während des ganzen Turniers, da der Coach den Stuttgart-Angreifer trotz seiner Tore in den ersten drei WM-Spielen nicht für die Startelf nominierte.

Nagelsmann zu „harmoniebedürftig“

Im „Spiegel“-Artikel wird Nagelsmann zudem insbesondere „Harmoniebedürftigkeit“ als Schwäche vorgeworfen. Deshalb habe er auch häufig unterschiedliche Spieler eingewechselt und sich schwer damit getan, Profis abzusagen. Die Stars hätten bemängelt, dass sie teilweise Nagelsmann selbst kontaktiert hätten, um Informationen zu bekommen. Der Trainer selbst sei hingegen dadurch aufgefallen, Spieler hinzuhalten, zu ignorieren oder ihnen mehr zu versprechen, als er halten konnte. Dabei habe auch die Rückkehr Neuers nicht geholfen – eigentlich war lange Oliver Baumann (36) als Nummer eins für die WM vorgesehen. Hinzu kommt: Einige Akteure sollen Probleme mit Nagelsmanns Spielsystem gehabt haben.

Kapitän Joshua Kimmich (31) ist weithin für seinen Ehrgeiz bekannt. Den Insidern des Spiegels zufolge soll das einigen Mitspielern allerdings etwas zu viel gewesen sein. Einige Teamkollegen seien von Kimmichs ständigen Ambitionen genervt gewesen. Dazu zitiert der Spiegel eine Quelle, die über Kimmich sagt: „Er verlangt nichts, was er selbst nicht einhält. Aber manchmal ist er einen Tick drüber, sodass manche abwinken.“

Leon Goretzka (31) soll, nachdem er zum WM-Start gegen Curaçao (7:1) nur auf der Bank gesessen hatte, seine schlechte Laune offen präsentiert haben. Zudem habe er sich von seinen Mitspielern distanziert. Teamkollegen hätten deshalb wohl sogar mit ihm gesprochen.

Woltemade fast durch Tresoldi ersetzt

Ebenfalls brisant: Stürmer Nick Woltemade (24) wäre aufgrund seiner schwachen Leistungen im Verein für Newcastle offenbar beinahe nicht für die WM nominiert worden. Dabei hatte er in der Quali für das Turnier noch vier Tore erzielt und eine Vorlage in sechs Spielen gegeben. Aber: Er kam in der Rückrunde der Saison 2025/2026 nur auf ein Tor in der Premier League. Das lag auch daran, dass er häufiger im Mittelfeld spielte. Der „Spiegel“ schreibt, dass an Woltemades Stelle beinahe Nicolo Tresoldi (21) nominiert worden wäre. Der ehemalige Hannoveraner erzielte in der vergangenen Saison 23 Tore in 58 Pflichtspielen, blühte vor allem zum Ende der Saison auf und überzeugte auch in der deutschen U21-Auswahl mit sechs Treffern in sieben EM-Quali-Partien.

Neuer in der Kabine zurückhaltend?

Was ziemlich überraschend ist: Neuer soll in der Kabine keine Führungsrolle übernommen haben. Angesichts dessen, dass er seit vielen Jahren Bayern-Kapitän ist und früher auch DFB-Spielführer war, ist das eine unerwartete Enthüllung. Der 40-Jährige gilt als einer der besten Schlussmänner aller Zeiten und revolutionierte das Torwartspiel.

Nach Nagelsmanns Rücktritt soll nun Jürgen Klopp (59) neuer deutscher Bundestrainer werden. Angesichts der vielen Querelen rund um den DFB und die Nationalmannschaft dürfte diese Aufgabe aber selbst für den Erfolgscoach keine einfache Aufgabe werden.