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Die Bundesliga ist völlig zu Recht stolz, dass mit dem Engländer Harry Kane einer aus ihren Reihen den Ballon d’Or gewonnen hat. Die wichtigste Einzel-Auszeichnung im Welt-Fußball. Die bittere Wahrheit für Deutschland (und damit vor allem für Bundestrainer Jürgen Klopp) aber lautet: Spieler und Spielerinnen mit einem deutschen Pass spielten überhaupt keine Rolle! Und das schon seit Jahren!

Spanier räumen beim Ballon d’Or ab

Besonders groß abgeräumt haben die Spanier! Ballon d’Or bei den Frauen. Nachwuchsspieler: Platz 1 bei den Männern und Frauen. Torhüter: Platz 1 bei den Männern und Frauen. Trainer: Platz 1 bei den Männern und Frauen.

Vor allem bei den Trainern ist die Dominanz nahezu erdrückend. Den Goldenen Ball bekam Luis de la Fuente, der nach dem EM-Titel in Deutschland Spanien im Sommer auch zum WM-Triumph geführt hat.

Nominiert waren Mikel Arteta, mit Arsenal gerade englischer Meister. Unai Emery (Aston Villa), der fünfmal die Europa League gewonnen hat. Und natürlich Vorjahres-Sieger Luis Enrique, mit Paris St. Germain zweimal hintereinander Gewinner der Champions League.

Überall in Europa geben spanische Trainer den Ton an. Zum Beispiel Xabi Alonso, der es geschafft hat, mit Leverkusen die Bayern-Dominanz zu durchbrechen. Oder Cesc Fàbregas, der mit Como in Italien Triumphe feiert und von den größten Klubs in Europa gejagt wird.

Sie alle folgen auf Pep Guardiola, den dreimaligen Champions-League-Sieger und Erfinder des spanischen Tiki-Taka-Fußballs.

In der letzten Saison kamen vier der sechs Endspiel-Trainer in den europäischen Klubwettbewerben aus Spanien. Warum sind spanische Trainer so viel besser als unsere?

Darum sind spanische Trainer so viel besser als unsere

Die Ausbildung gilt als legendär und ist offensichtlich zielführender als die beim DFB. Sie folgt konsequent einer Philosophie, die Johan Cruyff, der Klub-Heilige von Barcelona, ganz Spanien eingehaucht hat. Der Niederländer hatte wie Franz Beckenbauer keinen Trainerschein, aber er hat das Credo geschaffen, dass spanische Mannschaften immer mit dem Ball spielen. Andere arbeiten Fußball, Spanier spielen Fußball.

Die Folge: Gute Trainer schaffen gute Fußballer! Wahrscheinlich sind die Spanier deshalb Weltmeister, während wir bei den letzten drei Weltmeisterschaften kläglich versagt haben.

Viele halten den Ballon d’Or für eine unnötige Bling-Bling-Show. Aber die Ergebnisse zeigen schon, wo die Klasse zu Hause ist! Und leider auch – wo nicht!