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Bremerhaven – Nach dem heftigen Crash der „Mein Schiff 3“ mit zwei Frachtern spricht jetzt TUI-Chef Sebastian Ebel über den Unfall. Besonders erleichtert ist der Konzernboss, dass trotz der Schäden an den Schiffen niemand verletzt wurde. Gleichzeitig sieht Ebel in der Kollision auch einen Beleg dafür, wie robust und sicher Kreuzfahrtschiffe gebaut sind.

„Man sieht an so einem Fall auch, wie stabil ein Schiff tatsächlich ist“, sagte Ebel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). Kreuzfahrtschiffe gehörten zu den sichersten Reisemitteln, ähnlich wie Flugzeuge. Er glaube deshalb auch nicht, dass der Unfall das Vertrauen der Kunden erschüttern werde. Von der Kollision habe er schnell erfahren, erklärte Ebel. Besonders erleichtert sei er gewesen, als die Nachricht kam, dass es bei Sachschäden geblieben war und niemand verletzt wurde.

TUI-Chef will nicht spekulieren

Die „Mein Schiff 3“ war beim Auslaufen am Sonntagabend mit zwei am Kai liegenden Frachtern zusammengestoßen. Nach Angaben der Polizei war das Kreuzfahrtschiff zuvor von einer schweren Windböe erfasst worden. Was genau zu dem Crash führte, will Ebel aber erst einmal nicht bewerten. „Spekulieren sollte man da nicht“, sagte der TUI-Chef der FAZ. Der Vorfall müsse nun aufgearbeitet werden. Sobald es gesicherte Erkenntnisse gebe, wolle TUI diese auch kommunizieren.

Ganz ausklammern will Ebel das stürmische Wetter allerdings nicht. Das spiele „natürlich immer eine gewisse Rolle“. Gleichzeitig seien für solche Situationen auch Schlepper da, die das Schiff halten und stabilisieren sollen.

Kanaren-Reise komplett abgesagt

Für die Passagiere ist die Reise nach dem Crash jedenfalls vorbei. 2428 Urlauber hatten die geplante Kanaren-Kreuzfahrt gebucht, jetzt werden sie wieder nach Hause geschickt.

Auch die „Mein Schiff 3“ kommt vorerst nicht wieder auf große Fahrt. Die Schäden sind so erheblich, dass das Kreuzfahrtschiff nach Angaben von TUI Cruises kurzfristig für Reparaturen in eine Werft muss. Beschädigt wurde unter anderem die Steuerbordseite des Schiffs, mehrere Rettungsboote wurden zertrümmert. Zu einem Wassereinbruch kam es laut FAZ nicht. Ob wegen der Reparaturen auch weitere Reisen der „Mein Schiff 3“ ausfallen müssen, ist noch offen.