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Ottawa – Kanada hat sich nach einem monatelangen Milliardenpoker offenbar entschieden: Ein von der deutschen Thyssenkrupp Marine Systems geführtes Konsortium soll die neue U-Boot-Flotte des Landes bauen. Das berichtet „The Globe and Mail“. Es wäre einer der größten Rüstungsaufträge in der Geschichte Kanadas.

Der Mega-Auftrag habe zunächst ein Volumen von geschätzt zehn Milliarden Euro. Damit können auch neue Arbeitsplätze in den Werften in Kiel und Wismar entstehen.

Der offizielle Paukenschlag soll demnach noch am Montag kommen. Premierminister Mark Carney werde die Entscheidung auf dem Weg zum Nato-Gipfel verkünden, heißt es unter Berufung auf Insider. Die Dimension des Deals ist gewaltig: Über Jahrzehnte könnte das Projekt sogar ein Volumen von mehr als 100 Milliarden kanadischen Dollar (61 Milliarden Euro) erreichen. Und klar ist: Eine schönere Nachricht kann es für Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) kurz vor seinem Abflug zum Nato-Gipfel in Ankara morgen Mittag nicht geben.

Die Bundesregierung hatte hinter den Kulissen intensiv dafür geworben, dass der Auftrag nach Deutschland geht. Konkurrent bei der Vergabe war ein südkoreanisches Schiffbau-Unternehmen.

Kanzler Merz und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre (Norwegen ist ebenfalls an dem Projekt beteiligt) hatten u.a. bei einem gemeinsamen Manöver bei Kanadas Premier Mark Carney dafür geworben, dass er sich für Europa entscheidet. Deutschland und Norwegen kooperieren schon beim Bau von Super-U-Booten. Die Idee war, dass Kanada mit an Bord kommt. Die Regierung in Ottawa will in den nächsten Jahren ältere U-Boote ersetzen.

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