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Windeck/Bonn – Sie ging auf die Kirmes und kam nie wieder nach Hause. Mehr als 53 Jahre später versucht die Polizei noch immer, herauszufinden, was mit Isolde Becker geschah. Jetzt gibt es Bewegung in dem rätselhaften Fall.

Die Bonner Cold-Case-Ermittler haben nach einem Aufruf im März mehrere neue Zeugen ausfindig gemacht und vernommen. Darunter ist auch der damalige Betreiber des Autoscooters. Zudem befragten die Ermittler Schausteller aus Nordrhein-Westfalen.

Isoldes Spur führt zum Autoscooter

Nach neuen Erkenntnissen der Ermittler hielt sich die damals 13-jährige Isolde am 20. Mai 1973 vor allem am Autoscooter auf. Zwischen 10.30 und 13.30 Uhr wurde sie auf der Maikirmes in Windeck-Dattenfeld (Nordrhein-Westfalen) von Zeugen zuletzt gesehen. Danach verlor sich ihre Spur.

Ermittler gehen von Verbrechen aus

Einen Tag später meldeten Angehörige Isolde als vermisst. Bis heute ist ungeklärt, was mit ihr geschah. Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass Isolde, die heute 66 Jahre alt wäre, nicht mehr lebt. Polizeisprecher Simon Rott hatte bereits im Frühjahr im WDR gesagt: „Wir müssen davon ausgehen, dass sie tot ist und können auch ein Gewaltverbrechen nicht ausschließen.“

Die Cold-Case-Einheit hatte den Fall im März dieses Jahres wieder aufgenommen. Einen konkreten neuen Anlass dafür gab es nicht. Die Ermittler wollten die jahrzehntealten Akten noch einmal mit einem neuen Blick und neuen Ermittlungstechniken prüfen. „Möglicherweise gibt es da Zeugen, die vor 50 Jahren aus Loyalität oder Angstgründen geschwiegen haben, jetzt aber bereit sind, ihr Wissen zu teilen“, sagte Rott damals.

Polizei sucht jetzt Kirmes-Besucher von damals

Die neuen Zeugen brachten laut Polizei noch keine Klarheit in die Ermittlungen. Deshalb richtet sich die Polizei jetzt erneut an die Öffentlichkeit. Gesucht werden Menschen, die vom 19. bis 21. Mai 1973 die Maikirmes in Windeck-Dattenfeld besuchten. Besonders wichtig sind Erinnerungen und Fotos vom Autoscooter und seinen damaligen Besuchern. Hinweise nimmt die Polizei Bonn unter 0228 15-0 sowie per E-Mail an KK11.Bonn@polizei.nrw.de entgegen.