Buenos Aires – Bei spontanen WM-Jubelfeiern in Argentinien ist ein Mann ums Leben gekommen. Nach dem dramatischen Achtelfinalsieg der argentinischen Nationalmannschaft gegen Ägypten (3:2) wurde ein Mann (46) am Dienstagabend (Ortszeit) in der Kleinstadt Cañuelas rund 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Buenos Aires von einem Stein am Kopf getroffen, wie lokale Medien berichteten.
Der Mann verlor demnach sofort das Bewusstsein und starb noch im Rettungswagen an den Folgen des Schädeltraumas. Nach Auswertung der Überwachungskameras nahm die Polizei einen 20 Jahre alten Tatverdächtigen fest.
Ausschreitungen nach Achtelfinalsieg
In den sozialen Medien tauchte anschließend ein Video auf, das den Mann kurz vor seinem Tod zeigt. Er ist dabei zu sehen, wie er von einer argentinischen Flagge umhüllt über seine Erlebnisse während des Spiels spricht. „Wir haben nie den Glauben verloren“, sagte er.
Wie in anderen Städten des südamerikanischen Landes war es auch in Cañuelas bei den Menschenansammlungen nach dem Sieg des Teams um Superstar Lionel Messi zu Ausschreitungen gekommen.
In Buenos Aires nahm die Polizei im Bereich des Obelisken 19 Menschen fest. In der Provinzhauptstadt San Miguel de Tucumán im Nordwesten Argentiniens kam es laut lokalen Medien zu Zusammenstößen zwischen Teilnehmern der Siegesfeier und der Polizei. Die Sicherheitskräfte setzten Gummigeschosse ein, um die Gegend in der Innenstadt zu räumen. Den Berichten zufolge wurden fünf Menschen festgenommen und zwei Polizisten verletzt.