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Die Bayern sprechen von einer veränderten Behandlung bei Jamal Musiala.

BILD fragte Prof. Christoph Kleinschnitz (52), Chef der Neurologie der Uniklinik Essen: Wie muss man sich allgemein Medikamenten-Umstellungen bei Absence-Epilepsie vorstellen?

Kleinschnitz: „Man darf die Behandlung bei Anti-Epileptika nicht abrupt abbrechen. Das heißt: Das alte Präparat muss langsam herausgeschlichen werden, während die Dosis des neuen hochgefahren wird. In dieser Umstellungs-Phase kann es zu häufigeren Anfällen kommen, weil die Wirkung des neuen Medikaments noch nicht voll da ist.“

Top-Neurologe: „Gewichtszunahme ist möglich“

Warum wird überhaupt umgestellt?

„Das kann mehrere Gründe haben. Das bisherige Präparat wirkt nicht mehr oder die Nebenwirkungen sind zu stark wie z. B. Schwindel, Müdigkeit, Konzentrations- oder Gedächtnisstörungen. Auch Gewichtszunahme ist möglich.“

Max Eberl hat zugegeben, dass Musiala bereits seit der kompletten vergangenen Saison unter Absencen leidet. Überrascht?

„Nein, das zeigt nur, dass die Krankheit bisher gut im Griff war und man damit auch Spitzensport machen kann. Es erklärt auch, dass Musiala nach seiner schweren Verletzung nicht mehr seine alte Stärke erreicht hat. Ich wünsche ihm, dass er das bald wieder schafft.“