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Explosion in Amsterdam: Planten Automatenknacker hier einen Überfall in Deutschland?

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Amsterdam (Niederlande) – In der Nacht zu Freitag war es in einem Wohnblock in Amsterdam zu einer gewaltigen Explosion gekommen. Ein Nebengebäude stürzte ein, Feuer brach aus. Jetzt dieser schlimme Verdacht: Bastelten Kriminelle in dem Gebäude Sprengsätze, um in Deutschland Geldautomaten aufzusprengen?

Der Alarm ging kurz nach Mitternacht bei der Feuerwehr ein: Eine heftige Explosion hatte den Stadtteil Osdorp in Amsterdam (Niederlande) erschüttert. Das Nebengebäude eines Wohnkomplexes wurde durch die Detonation völlig zerstört, Flammen schlugen aus den Trümmern. Laut Polizei wurden sieben Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Über 400 mussten ihre Wohnungen verlassen. Offiziell ist die Ursache der Explosion unklar, doch mehrere niederländische Medien berichten: Möglicherweise lösten Kriminelle die Detonation aus, als sie im Keller Sprengsätze bastelten. Ihr Ziel: Geldautomaten in Deutschland.

Audi mit deutschem Kennzeichen

Die Polizei hält sich wegen der laufenden Ermittlungen bedeckt, gab nur bekannt, dass drei Personen festgenommen und zwei Fahrzeuge sichergestellt wurden. „De Telegraaf“ berichtet, bei einem der Fahrzeuge handelt es sich um einen Audi mit deutschem Kennzeichen, der zuvor vom Explosionsort flüchtete.

Die Höhe des Schadens ist noch unklar, ein Großteil der Bewohner konnte inzwischen in den Wohnkomplex zurückkehren. Amsterdams Bürgermeisterin Femke Halsema (60) machte sich selbst ein Bild vor Ort, sagte dem Sender NOS: „Wir versuchen, diejenigen aufzuspüren, die die Sprengsätze herstellen und platzieren.“ Sie bezeichnete die Vorbereitungen auf Sprengstoffanschläge in Wohngebieten als „gigantisches“ Problem.

Automatenbomber reisen gezielt nach Deutschland

Laut Lagebild „Angriffe auf Geldautomaten“ des Bundeskriminalamts gab es im Jahr 2024 (aktuellste veröffentlichte Zahlen) deutschlandweit 269 gesprengte Geldautomaten. Die Täter machten über 13 Millionen Euro Beute. Im Bericht heißt es: „Auffällig bleibt, dass insbesondere die Länder mit Nähe zu den Niederlanden durchschnittlich stärker betroffen waren als das restliche Bundesgebiet. Dies dürfte vor allem daran liegen, dass spezialisierte Tätergruppen aus den Niederlanden zur Tatbegehung einreisen.“

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