Der Pokal hat seine nächste Sensation! Zweitligist Dresden schmeißt Schalke mit 2:0 raus. Die Königsblauen blamieren sich beim 15. der 2. Liga. Und nicht nur in Dresden spielt der Pokal verrückt.
Die 18-Uhr-Pokal-Partien am Mittwoch im Überblick.
Dresden – Schalke 2:0
Da war doch was! Schon 2014/15 sorgte Dynamo für eine Pokal-Sensation und warf den damaligen Champions-League-Teilnehmer Schalke mit 2:1 raus. Elf Jahre später gelingt gegen schwache Schalker der nächste Dynamo-Coup.
Dabei bleibt es lange ruhig. Das Spektakulärste in der ersten Hälfte: die Pyro-Show der Dynamo-Fans kurz vor Anpfiff. Während es andernorts schon ordentlich zur Sache geht, ist in Dresden auf dem Platz der Ofen aus. In Hälfte eins passiert: nichts!
Zum Glück müssen heute Tore fallen. Dresden nimmt sich das zu Herzen. Covic (56.) trifft für den Zweitligisten. Kurz vor Schluss macht Daferner (88.) den Deckel drauf. Dresden wird zum Tollhaus, die Schalke-Blamage ist perfekt. Denn: Die Tor-Angst setzt sich bei S04 auch im Pokal fort. Glück auf heute für Dynamo.
Für BILD im Stadion: Tim Schlegel, Max Backhaus und Christian Kitsch
Jeddeloh II – Hertha 0:2
Weiter trotz Phantom-Tor! Jeddeloh II war die Pokal-Sensation der ersten Runde, schoss Zweitligist Heidenheim mit 5:2 raus. Auch Hertha ärgert der Regionalligist lange und hat beim vermeintlichen Tor-Klau mächtig Glück. Doch die nächste Sensation bleibt aus.
Hertha beißt sich zunächst die Zähne aus. Dann der große Tor-Wirbel: Gechter köpft am Keeper vorbei (38.), Friedrichs rettet in höchster Not. Aber war der Ball schon drin? Unklar! Torlinientechnik gibt es im Marschwegstadion in Oldenburg nicht. Bitter für Hertha! Nach der Pause gibt’s keine Diskussion mehr: Brekalo (57.) trifft zur Führung, nur sechs Minuten später macht Eitschberger alles klar.
Hertha bleibt ungeschlagen und darf weiter vom Pokal-Finale zu Hause träumen. Die 5500 mitgereisten Fans träumen sogar noch größer und singen: „Wir holen die Meisterschaft und den Europacup und den Pokal …“
Für BILD im Stadion: Roberto Lamprecht
Paderborn – Stuttgart 0:1
Deniz Undav rettet Stuttgart und die Stimmung nach der 2:3-Peinlich-Pleite gegen Gladbach! Die Schwaben standen in den vergangenen zwei Jahren jeweils im Finale und kommen mit Ach und Krach gegen zehn Paderborner weiter.
Die Szene der ersten Hälfte: Brutalo-Tritt von Curda (37.). Der Paderborner steigt El Khannouss von hinten mit offener Sohle auf den Knöchel. Rot! Paderborn muss zu zehnt weitermachen. Nach der Pause zieht Stuttgart das Tempo an. Demirovic hat gleich zweimal die Führung auf dem Fuß, lässt aber beide dicken Chancen liegen.
Dann kommt Undav! In der Nachspielzeit schießt er Stuttgart ins Glück (90.+1). Trainer Hoeneß kann durchatmen. Schade für Bundesminister Carsten Linnemann (49), der im Stadion mitfiebert und bis 2026 Vizepräsident der Ostwestfalen war. Doch auch sein Daumendrücken hilft nichts.
Für BILD im Stadion: Felix Arnold
Freiburg – Wolfsburg 3:2
Ohne Japaner wäre hier gar nichts los! Auf beiden Seiten treffen die Japan-Stars doppelt: Freiburgs Goto und Wolfsburgs Shiogai schnüren jeweils einen Doppelpack. Am Ende setzen sich die Last-Minute-Freiburger durch.
Matanovic (6.) köpft Freiburg früh in Führung. Doch nur zwei Minuten später schlägt Wolfsburg zurück: Shiogai (8.) gleicht aus. Kurz vor der Pause legt er nach und schnürt den Doppelpack (43.). Doch sein Landsmann macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Goto (76.) schraubt sich nach einer Grifo-Ecke hoch und nickt ein. Und der Joker, kurz zuvor eingewechselt, legt sogar noch einmal nach: In der Nachspielzeit trifft Goto erneut, entscheidet das Japan-Duell für sich und verhindert Freiburgs vierte Pflichtspiel-Niederlage in Serie.
Für BILD im Stadion: Linus Uhrig