Politik

Der US-Präsident wird heute 80: Forever Trump?

Der US-Präsident wird heute 80: Forever Trump?
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Donald Trump tanzt gern auf großer Bühne. Und er lässt sich gern feiern. Ein Lieblingsprojekt ist sein neuer Ballsaal im Weißen Haus. Geschätzte Kosten: 400 Millionen Dollar. Der Präsident möchte den Saal noch vor Ende der zweiten Amtszeit fertig sehen. Es gibt bisher nur einen formalen Namen. Aber man kann ahnen, was Trump gefallen würde. Ein Vermächtnis, ein Denkmal. Auch eine Fortsetzung? Forever Trump?

Donald J. Trump wird heute 80 Jahre alt. Und schon heute steht fest: Dieser Präsident hat die Welt verändert. Allein wie Politiker inzwischen kommunizieren. Das färbt ab. Auf Länder, Unternehmen, die Menschen. Wie wir denken. Was wir aussprechen. Ja, auch wir, die wir ihn vielleicht nicht mögen.

Aber da ist noch weit mehr. Von seinen Auftritten bei „Kevin – Allein in New York“ und „WrestleMania“ ins Weiße Haus, hin zu „Make America Great Again“, zu Russland, zu Nahost, zu China. Er beherrscht die Bühne. Sein großes Ego strahlt beinahe unverwüstlich.

Trump ist ein Mann im lebenslangen Unruhestand, mag er nun auch 80 Jahre alt sein.

Geboren am 14. Juni 1946 in Queens (New York), lernte der Sohn des Unternehmers Fred Trump (dessen Vater stammte aus Kallstadt in der Pfalz) und der schottischen Immigrantin Mary Anne MacLeod früh: Immobilien sind Macht, der Name Trump ist die Marke. 1983 eröffnete der Trump Tower an der Fifth Avenue, ein 58-stöckiger Wolkenkratzer als Ausrufezeichen seines Erfolgs – mit viel Gold und Marmor.

„Art of the Deal“

Im Buch „Art of the Deal“ schrieb er den Mythos vom genialen Verhandler fest. In den Achtzigern und Neunzigern tauchte sein Name immer öfter auf: Casino-Pleiten in Atlantic City, Auftritte als New Yorker Szenefigur, Ehe-Wirbel mit Schauspielerin Marla Maples (62). Später als TV-Star in „The Apprentice“. Sein donnerndes Markenzeichen: „You’re fired!“

Im Juni 2015 fuhr er im Trump Tower die Rolltreppe herunter und verkündete seine Präsidentschaftskandidatur. Kaum jemand glaubte, dass dieser Moment der Start einer Politlaufbahn mit zwei Amtszeiten im Oval Office werden würde.

Könnte der Name Trump die US-Politik noch Jahrzehnte dominieren? Die Trumps als politische Dynastie wie einst die Kennedys oder die Bushs?

Seine potenziellen Nachfolger

Er selbst brachte sogar scherzhaft(?) ins Spiel, noch einmal antreten zu wollen. Laut US-Verfassung ist nach zwei Amtszeiten definitiv Schluss – und das soll ihm laut Insidern auch klar sein. Mit fünf Kindern – Don Jr. (48), Ivanka (44), Eric (42), Tiffany (32) und Barron (20) – hat er aber eine ganze Riege potenzieller Nachfolger.

Don Jr. gilt als möglicher MAGA-Kronprinz („Make America Great Again“), als Scharfmacher mit Draht zur Basis. Eric kümmert sich um den Ausbau der Trump Organization – eher als Verwalter des wirtschaftlichen Erbes. Doch auch er wird als Polit-Einsteiger gehandelt. Ivanka strahlte in der ersten Amtszeit als Chefberaterin. Ihr Mann Jared Kushner stand für Reformen und Nahostpolitik. Trumps zweite Präsidentschaft sitzt Ivanka bisher aus, während Kushner als Krisenverhandler wirkt.

Die beiden jungen Joker: Sohn Barron (2,06 Meter, Spitzname „Trump Tower“) galt als Wahlkampfstratege in Richtung der jungen Gen-Z-Wähler. Und ist doch ein Prinz im Schatten. Trumps Enkeltochter Kai (19), Influencerin und Golferin, ist der neue Star der Familie – hat aber mit Politik nichts am Hut. Derzeit.

Geld haben die Trumps genug, um weiterzumachen. Auch wenn Vorwürfe im Raum stehen: Geldgeschäfte paaren sich mit politischem Einfluss – während Kleinanleger Verluste erleiden, auch MAGA-Fans. Bei Deals in Nahost drohen Interessenkonflikte. Die Drohnenfirma Powerus/Aureus Greenway von Eric und Don Jr. bemüht sich um Pentagon-Aufträge. In Albanien protestierten die Menschen gegen Jared Kushner. Seine Firma Affinity Partners plant ein 1,4 Milliarden Dollar teures Luxus-Resort auf Sazan Island – einem Naturparadies mit geschützten Küsten, Flamingos, Robben und Meeresschildkröten.

Es könne ja nicht verboten sein, erfolgreich zu sein, kontern die Trumps. Das Vermögen des amtierenden Präsidenten wird von „Forbes“ inzwischen auf 6,5 Milliarden Dollar geschätzt.

In Washington steht ein Denkmal. Es ehrt Abraham Lincoln (1809–1865). Er gilt als einer der bedeutendsten Präsidenten der Vereinigten Staaten. Er war der erste Republikaner im Amt, bereitete der Sklaverei das Ende, führte das Land durch den Bürgerkrieg und einigte es. Lincoln verlor sein Leben durch die Kugel eines Attentäters. Sein Denkmal ist überlebensgroß.

Heute blickt Präsident Lincoln direkt auf eine 28 Meter hohe Stahlkonstruktion, getauft „The Claw“ – die Kralle. Sein Nachfolger, der ein Attentat überlebte, lässt darin zu seinem 80. Geburtstag für 60 Millionen Dollar UFC-Käfigkämpfe austragen: keine Wrestling-Show, sondern Kämpfe bis aufs Blut. An seinem Denkmal baut Donald Trump noch.

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