TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Dortmund/Amsterdam – Experten-Kritik? Ignoriert Julian Brandt (30) nach eigener Aussage einfach weg! Der ehemalige Dortmund-Star hat sich jetzt im Podcast „Spielmacher“ von 360 Media mit Moderator Sebastian Hellmann (59) ausführlich geäußert. Der Ajax-Trickser reagiert auf die Aussagen von Holland-Legende Rafael van der Vaart (43), teilt seine Meinung zu Jürgen Klopp (59) und der Nationalmannschaft und gibt Einblicke in sein neues Leben in Amsterdam.

Brandt: „Lass mich in Ruhe mit dem Mist“

Van der Vaart hatte Brandt nach dessen Wechsel in die Niederlande als „Schönwetter-Fußballer“ bezeichnet. Seine heftige Kritik: „Er ist zwar eine gute Verstärkung, aber wir müssen nicht dankbar sein, dass er bei Ajax spielt. Wenn wir so tief gesunken sind … Brandt muss froh sein.“ Zuletzt seine Selbstkorrektur: „Der ist der beste Spieler von Ajax.“

Brandt bezog nun Stellung: „Es schwappt immer sehr schnell. Den Satz höre ich jetzt das erste Mal. Letztes Mal, als er noch eine andere Aussage getätigt hat, wurde ich auch viel damit konfrontiert, was ich denn davon halte. Ich bin da immer so: ‚Lass mich einfach in Ruhe mit dem Mist.‘ Es ist okay, ich kenne das heutzutage mit den Experten, es werden immer kontroverse Aussagen getätigt. Es ist Teil des Ganzen.“ Und weiter: „Wenn es jetzt aber so ist, dass er seine Meinung ein Stück weit geändert hat, dann ist das gut für mich.“

Die Fakten: Brandt ist bei Ajax voll eingeschlagen. In bislang 15 Pflichtspielen erzielte er bereits acht Treffer. Das Ergebnis seiner bewussten Transfer-Entscheidung. Brandt: „Das ist das, warum ich mir diesen Verein auch ausgesucht habe. Für mich war diesen Sommer der Ansatz, wo ich am besten hinpasse. Für mich ist es nach wie vor die richtige Entscheidung, auch wenn es keine Top-5-Liga ist.“

Über die Unterschiede zwischen dem BVB und Ajax sagt er: „Es sind unterschiedliche Philosophien. Ruhrpott-Philosophie ist ein bisschen mehr Malocher-Mentalität, es ist ein bisschen kantiger. Aber es wird schon so gelebt, dass es darum geht, sich eine Gelbe Karte abzuholen, wenn es nicht läuft. Und hier gibt es einfach sehr hohe Anforderungen an fußballerische Lösungen auf dem Platz.“

Schafft Brandt (48 Länderspiele/3 Tore) sogar noch einmal den Sprung ins Nationalteam? Der Mittelfeldspieler ist angetan vom Klopp-Spielstil: „Unabhängig von meiner Personalie, ob ich jetzt irgendwann noch mal dabei sein werde oder nicht: Ich verfolge das sehr, sehr, sehr, sehr gerne. Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind. (…) Für mich geht die Nationalmannschaft in die richtige Richtung, das muss ich ganz klar sagen. Ich glaube, dass es der Nationalmannschaft und den Spielerprofilen, die wir haben, gutsteht, dass sie nach vorne attackieren, dass sie nach Ballgewinn so schnell wie möglich zu Torschüssen kommen wollen, dass sie sofort in die Box versuchen reinzugehen.“