Bundesregierung genehmigt Rüstungsexporte für 13,87 Milliarden Euro
Die deutschen Rüstungsexporte haben erneut einen Höchstwert erreicht. Nach vorläufigen Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wurden allein im ersten Halbjahr 2026 Genehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern im Gesamtwert von rund 13,87 Milliarden Euro erteilt. Das sind mehr als viermal so viel wie im selben Zeitraum 2025.
Die Zahl setzt sich aus rund 9,6 Milliarden Euro für Kriegswaffen und 4,3 Milliarden Euro für sonstige Kriegsgüter zusammen.
Im ersten Halbjahr dieses Jahres gingen Rüstungsgüter im Wert von etwa neun Milliarden Euro beziehungsweise mehr als 60 Prozent der Rüstungsgüter in EU- oder Nato-Staaten sowie an enge Partner, im Vorjahreszeitraum war der Anteil mit 83 Prozent deutlich höher.
Israel unter den Abnehmerländern auf Platz sechs
Wie bereits in den vergangenen Jahren ist die Ukraine der wichtigste Empfänger deutscher Rüstungsgüter. Für das von Russland angegriffene Land wurden im ersten Halbjahr 2026 Ausfuhrgenehmigungen im Wert von rund 2,5 Milliarden Euro erteilt. Das Land wird mit Geld und Waffenlieferungen unterstützt, um im Abwehrkampf gegen Russland bestehen zu können, zählt aber als sogenanntes Drittland. Insgesamt wurden für Lieferungen an Drittländer Rüstungsexporte im Wert von 4,9 Milliarden Euro genehmigt.
Auf Platz zwei der Empfängerländer stehen die USA mit aus Deutschland importierten Rüstungsgütern im Wert von 1,6 Milliarden Euro. Darauf folgen die Niederlande, Tschechien und Litauen. Auf Platz sechs liegt Israel mit knapp 800 Millionen Euro. Dahinter liegt Lettland mit rund 500 Millionen Euro und dann folgen mit jeweils eher geringem Abstand Norwegen, Estland und Slowenien.