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McTavish Lake (Kanada) – Deb und Jay MacDonald hatten sich ihr Rentnerdasein hart erarbeitet und genossen es in vollen Zügen. Die Krankenschwester und der Maschinenarbeiter spielten gerne Golf und angelten am McTavish Lake. Dort fanden die Kanadier jetzt einen grausamen Tod. Laut Behörden ist das Paar von einem Bären getötet worden.

Die beiden Mittsiebziger waren zu ihrer Angelhütte aufgebrochen. Der See liegt in der Provinz Saskatchewan. In dem menschenleeren Gebiet, das mehr als 1,5-mal so groß ist wie Deutschland, ist der McTavish Lake nur per Kleinflugzeug zu erreichen. Mitten im kanadischen Nirgendwo hatten die MacDonalds ihre Angelhütte.

Leichen lagen am See und im Dickicht

Weil Verwandte das Paar nicht per Telefon erreichen konnten, meldeten sie Deb und Jay bei der Polizei als vermisst. Ein Trupp der Royal Canadian Mounted Police brach am Donnerstag zu der Hütte auf und fand zunächst die Leiche von Jay am Seeufer. Die sterblichen Überreste der Frau legten die Beamten am nächsten Tag im Dickicht frei.

Der Bruder der Getöteten hat mit CBC News gesprochen. Donjames LeBlanc sagte, dass das Paar bei den letzten Telefonaten von außergewöhnlich vielen Schwarzbären in der Gegend berichtet hatte. Ein solches Tier hat die MacDonalds laut Ministerium für öffentliche Sicherheit auch getötet. Der Bär, der hinter dem Angriff stecken soll, wurde bereits erschossen. Er wird zum Western College of Veterinary Medicine gebracht, wo Tierärzte eine Nekropsie (Leichenöffnung) durchführen.

Bären werden immer aggressiver

Bärenangriffe in Saskatchewan sind selten. Bei dem Tod von Deb und Jay MacDonald handelt es sich erst um den vierten Fall seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1983. Allerdings ist die letzte Attacke noch nicht lange her: Im Mai 2025 starb ein 27-Jähriger in der Nähe eines Uran-Abbaus im Norden der Provinz. Experten zufolge sind die Schwarzbären, die bis zu 400 Kilo schwer werden können, zunehmend aggressiv geworden. Der Grund für die Aggressionen: Wahrscheinlich futtermotiviert.