Heilbronn – Ob er seinen Ferrari jemals wiedersieht?
Ein Osteuropäer übergab seinen Ferrari 458 Italia (570 PS, 270 000 Euro Neupreis) einem Bekannten, schickte ihn mit dem Rennwagen nach Stuttgart zur Inspektion. Doch dort kam der Luxus-Schlitten nie an.
Zöllner winkten den Ferrari auf der A81 bei Ilsfeld (Baden-Württemberg) raus, stellten fest, dass das Traum-Auto außerhalb der EU zugelassen und der Werkstatt-Besuch nicht angemeldet war. Klarer Regelverstoß!
Marcel Schröder (48), Sprecher des Zollamts Heilbronn: „Aufgrund der fehlenden Anmeldung wurden 22 000 Euro Einfuhr-Umsatzsteuer und 11 000 Euro Zollabgaben fällig.“ So viel Geld hatte der Fahrer nicht dabei, weshalb der Ferrari sichergestellt wurde. Nun steht das Auto seit zehn Tagen auf dem Hof des Zollamts und wartet darauf, von seinem Eigentümer ausgelöst zu werden.
Zusätzlich wurde gegen den Fahrer ein Strafverfahren wegen des Umsatzsteuer-Delikts eingeleitet. Er muss mit Geldstrafe oder Bußgeld in Höhe von mehreren tausend Euro rechnen.
Ein Zollamts-Sprecher zu BILD: „Der Ferrari wird erst herausgegeben, wenn Steuern, Abgaben und Bußgeld vollständig bezahlt sind. Geschieht das nicht, wird das Auto versteigert.“