In einer Schule in der kanadischen Provinz British Columbia hat es einen Schusswaffenangriff gegeben. Nach Angaben der Polizei starben in der Ortschaft Tumbler Ridge zehn Menschen, darunter die mutmaßliche Schützin. Zwei der Leichen seien in einem Wohnhaus gefunden worden; der Tatort soll mit dem Vorfall an der Schule zusammenhängen. Mindestens 25 weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben bei dem Angriff zum Teil lebensbedrohlich verletzt.
Die Polizei wurde nach eigenen Angaben kurz nach Mittag Ortszeit über Schüsse an einer weiterführenden Schule in
der Gemeinde Tumbler Ridge informiert. Bei der Ankunft hätten Beamte
mehrere Tote entdeckt.
Die Polizei ermittelt auf Hochtouren. Über den
Hintergrund der Tat und das mögliche Motiv der Schützin war zunächst
nichts bekannt. Die Polizei beschrieb die Schützin als „Frau mit braunen Haaren in einem
Kleid“. Die Polizei ging nicht von
weiteren Verdächtigen aus. Eine anhaltende Gefahr für die Öffentlichkeit
bestehe nicht.
Premierminister Mark Carney schrieb in einem Statment auf X, er sei
„geschockt von den heutigen schrecklichen Schießereien in Tumbler
Ridge.“ Er drückte Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus.
Schwerster Amoklauf an einer kanadischen Schule
Tumbler Ridge liegt mehr als 1.000 Kilometer nördlich von Vancouver im Westen Kanadas. Die Gemeinde hat rund 2.400 Einwohner und liegt am Fuß der Rocky Mountains. Auf
der Webseite der Provinzregierung wird die Tumbler Ridge Secondary
School mit 175 Schülern von der siebten bis zur zwölften Klasse
aufgeführt. Amokläufe an Schulen sind in Kanada selten. In Kanada gibt es im Schnitt deutlich weniger Schusswaffen pro Einwohner als in den USA und weitaus strengere Waffengesetze.
Wie die Zeitung berichtet, ist der Vorfall der schwerste Amoklauf an einer Schule in der Geschichte Kanadas. Nur im Jahr 1979 hatte es an einer Universität einen Vorfall mit mehr Toten gegeben, an der École Polytechnique in Montréal.
