Wieder eine Explosion in Köln! In der Nacht knallte es an einem Bekleidungsgeschäft mit darüber liegenden Wohnungen auf der Ehrenstraße, nur wenige Hundert Meter weit entfernt vom Ort der Explosion am Montagmorgen am Vanity-Club.
„Gegen fünf Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert“, sagt ein Polizeisprecher zu BILD. Anwohner waren aus dem Schlaf geschreckt worden.
Polizisten sichern Spuren an dem verwüsteten Geschäft
Ein Passant (40) wurde bei der Explosion in der Innenstadt von Köln (NRW) laut Polizei leicht verletzt, er sei bereits als Zeuge gehört worden. Die Ehrenstraße wurde rund um den Tatort weiträumig abgesperrt. „Derzeit sichern Kollegen Spuren“, so der Sprecher.
Das Bekleidungsgeschäft „LFDY“ wurde weitgehend verwüstet. Teile der Innenverkleidung wurden durch die Explosion herausgerissen, Möbel zerstört und Scheiben splitterten. Nach ersten Informationen musste die Feuerwehr einen kleineren Brand löschen.
Alexander K. (31) wohnt etwa 50 Meter von dem Kleidungsgeschäft entfernt. Er sagt: „Es gab um kurz nach fünf Uhr einen lauten Knall. Wir haben im ersten Moment nichts entdecken können, dann haben wir Rauch gesehen. Wenig später kamen auch schon Feuerwehr und Polizei. Die Einsatzkräfte haben alles abgesperrt.“
Erst vor drei Tagen gab es eine Explosion
Erst am Montag – ebenfalls am frühen Morgen – hatte es neben der Diskothek Vanity eine Explosion gegeben, bei der eine Putzkraft (53) verletzt wurde. Der Mann, der gerade Müll rausbringen wollte, erlitt durch die laute Detonation ein Knalltrauma. Außerdem entstand erheblicher Sachschaden am Eingangsbereich des Gebäudes.
Polizei sucht Tatverdächtigen
Die Polizei veröffentlichte Bilder einer Kamera, die den Sprengsatz-Attentäter von Montag zeigen sollen. „Auf Videoaufnahmen der gebäudeseitigen Videoüberwachung ist der Tatverdächtige bei der Tatausführung zu sehen“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.
Zudem sei der Mann bei der Annäherung und der anschließenden Flucht vom Tatort zu sehen. Ob der Gesuchte auch für die erneute Explosion verantwortlich sein könnte, ist laut Polizei noch völlig unklar. Ob es einen Zusammenhang gibt, sei Gegenstand der Ermittlungen.