Deutsch

Was jetzt? / USA und Iran:Angriff auf den Iran: Warum das Regime härter reagiert als erwartet

In den frühen Morgenstunden haben das israelische und das US-Militär Ziele
im Iran
bombardiert. Nach Verhandlungen unter der Woche über das iranische Atomprogramm
hatte es noch Signale der Entspannung zwischen beiden Ländern gegeben.
Vermittler Oman berichtete sogar von Fortschritten und erklärte, Teheran habe
zugesichert, kein atombombenfähiges Material anzuhäufen. US-Präsident Donald
Trump bestätigte in einer Videoansprache die amerikanische
Beteiligung und begründete den Angriff
mit der „Verteidigung der amerikanischen Bevölkerung“. Er kündigte an, das iranische Raketenprogramm zerstören zu
wollen.

Gemeinsam mit Israel hat die US-Luftwaffe mehrere iranische Ziele
angegriffen. Nach Informationen einer Reuters-Quelle sollen dabei neben
Militäranlagen auch Wohnhäuser hochrangiger Mitglieder der Regierung und des
Sicherheitsapparats getroffen worden sein. Übereinstimmende Medienberichte legen zudem nahe, dass auch der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei und Präsident Massud Peseschkian im Fokus der Angriffe standen. Aus mehreren iranischen Städten wurden Explosionen gemeldet, in Teheran verließen viele Menschen die Stadt.

Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf Israel und auf weitere US-Stützpunkte in der Golfregion. Aus Katar, Kuwait,
Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden Alarm, Explosionen und
Abfangversuche gemeldet. In Israel gilt der Ausnahmezustand. Außerdem wurde der Luftraum über Israel, dem Iran und weiteren Teilen der Region gesperrt.

Was bisher über das Ausmaß bekannt ist – und warum das Regime in Teheran härter reagiert als erwartet –, besprechen wir mit Omid Rezaee, Experte für den
Iran und Autor für DIE ZEIT.

.

Mehr lesen