EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will der Ukraine gegen Widerstand aus Ungarn neue EU-Finanzhilfen in Höhe von bis zu 35 Milliarden Euro zur Verfügung stellen.

Das kündigte sie während eines Besuchs beim ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew auf der Plattform X an. Das Geld soll Teil des von der G7-Gruppe geplanten Unterstützungspakets werden, das insgesamt bis zu 50 Milliarden Dollar umfassen soll.

Bei dem Treffen mit Selenskyj sollte es unter anderem um Hilfe bei der Energieversorgung der Ukraine vor dem Winter gehen.

Schon zuvor hatte die Kommissionspräsidentin dem von Russland angegriffenen Land frische EU-Hilfen im Umfang von 160 Millionen Euro versprochen. Das Geld solle in die Reparatur der beschädigten Energieversorgung, den Ausbau erneuerbarer Energien, mobile Heizgeräte und Unterkünfte fließen.

Russland greift häufig ukrainische Kraft- und Heizwerke an

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges habe der Kreml „die Energieinfrastruktur der Ukraine ins Visier genommen, um zu versuchen, das Land in die Dunkelheit zu stürzen“, sagte von der Leyen. „Als Freunde und Partner der Ukraine müssen wir alles in unserer Macht Stehende tun, um die Lichter am Leuchten zu halten.“

In zwei Wochen beginne die Heizperiode. „Während die Temperaturen sinken, ist die Europäische Union bereit, ihre Unterstützung für die Ukraine zu verstärken“, sagte von der Leyen.

Nach Angaben der Internationalen Energieagentur steht die Energieinfrastruktur der Ukraine angesichts zunehmender russischer Angriffe auf Kraftwerke, Heizwerke und Übertragungsnetze unter großem Druck. Regelmäßig komme es zu Stromausfällen und Problemen bei der Wasserversorgung, und die Situation könnte sich im Winter noch verschärfen.