Gehirnerschütterungen gehören beim Football zum Berufsrisiko …

Müssen sie aber nicht! Nach dem Motto Safety-first gibt es in der NFL „Helm-Kondome“. Dabei wird der Helm mit Polstern überdeckt – dem Guardian Cap. Der Schutz existiert schon länger, ist aber erst seit dieser Saison in regulären Spielen erlaubt.

Zuschauer erkennen den Guardian Cap daran, dass der Helm dadurch riesig wirkt. Damit ist er zwar kein modisches Accessoire, aber definitiv ein effektiver Schutz.

Denn: In dieser Saison gab es deutlich weniger Gehirnerschütterungen! Im Vergleich zum Vorjahr ging die Anzahl um 17 Prozent zurück. Ein großer Schritt der NFL, die Folgen von Kopfverletzungen zu minimieren. In der Preseason gab es sogar die wenigsten Gehirnerschütterungen seit 2015!

Tests mit dem Helm-Kondom zeigen: 50 Prozent der Gehirnerschütterungen können dadurch verhindert werden. Die Wucht des Aufpralls wird um etwa 20 Prozent gemindert, wenn beide Spieler den Schutz tragen.

NFL-Vize Jeff Miller dazu: „Heute ist ein wichtiger Meilenstein, aber nicht das Ende unserer Arbeit. (…) Durch verbessertes Equipment, Regeländerungen und kulturelle Veränderungen, werden wir das Spiel sicherer und spannender machen.“

Auch unabhängig vom Helm-Polster werden Helme jede Saison von der NFL geprüft. Bieten sie einen schlechten Schutz, werden sie verboten.

Ob im Super-Bowl heute Nacht (0.30 Uhr deutscher Zeit) die Helm-Kondome zu sehen sein werden, ist noch unklar. Weder die Spieler der Eagles noch der Chiefs haben in dieser Saison den Guardian Cap genutzt.

Darius Slay (34), Cornerback der Eagles, lehnt den Helmschutz offen ab. Sein Grund: „Das beeinflusst meinen Swag. (…) Mein Spiel ist Teil meines Swags. Wenn ich nicht so aussehe, kann ich mich nicht so fühlen.“

Ob das wirklich das Risiko einer Kopfverletzung wert ist? Um auch für die modebewussten Spieler den Sport sicherer zu machen, ergreift die NFL noch andere Maßnahmen. Zu dieser Saison wurde u.a. die Kick-off-Regel geändert.