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„Ungarn hat Europa gewählt“

Führende europäische Politiker haben den Wahlsieg der proeuropäischen Oppositionspartei Tisza in Ungarn begrüßt. „Ungarn hat Europa gewählt“, schrieb die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X. Das Land kehre „auf seinen europäischen
Weg zurück“. Die Union werde stärker.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gratulierte dem Oppositionskandidaten Péter Magyar auf X zum Wahlsieg seiner Partei. Merz stellte eine Zusammenarbeit für ein starkes, sicheres „und vor
allem geeintes“ Europa in Aussicht.

Außenminister Johann Wadephul (CDU) äußerte sich ebenfalls positiv zum Wahlergebnis. Die Bevölkerung in Ungarn habe sich für den politischen Wandel entschieden, schrieb Wadephul auf X. Er hoffe, „dass das Land jetzt wieder seine großen Chancen in und mit Europa nutzt“. Wie wichtig den Menschen in dem EU-Staat ihre hart errungene Demokratie sei, zeige die beeindruckend hohe ‌Wahlbeteiligung, schrieb der Außenminister.

Bürgerliche, proeuropäische Politik gewinnt Wahlen

Der EVP-Chef Manfred Weber (CSU) gratulierte dem Wahlsieger telefonisch. Die Wahl in Ungarn sei ein Signal gegen Europas Rechtspopulisten. „Die Rechtspopulisten in Europa verlieren heute Nacht ihre Identifikationsfigur“, sagt Weber dem . „Bürgerliche, proeuropäische Politik gewinnt Wahlen. Das ist das Signal dieser historischen Wahlnacht.“

Auch der französische Präsident Emmanuel Macron beglückwünschte den Oppositionskandidaten. „Ich habe gerade mit Péter Magyar gesprochen, um ihn für seinen Sieg in Ungarn zu gratulieren!“, teilte Macron auf X mit. Der Präsident schrieb auch von einem Sieg für Ungarn in Europa und dass das
ungarische Volk an den Werten der Europäischen Union festhalte.

Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot kommentierte: „Das ungarische Volk hat entschieden, einen Schlussstrich unter eine Macht zu ziehen, die sich zulasten der europäischen Souveränität in der Zerschlagung des Rechtsstaates und von Grundfreiheiten, Desinformation und Absprachen mit Russland verirrt hat“.

Der britische Premierminister Keir Starmer nannte Magyars Sieg auf X einen historischen Moment, „nicht nur für Ungarn, sondern für die europäische Demokratie“. Er freue sich auf die Zusammenarbeit.

Zuvor hatte der langjährige Regierungschef Viktor Orbán seine Niederlage bei der Parlamentswahl eingestanden. Magyar teilte mit, Orbán habe ihn angerufen und ihm
zum Wahlsieg gratuliert. Orbán hatte Ungarn die letzten 16 Jahre ununterbrochen regiert.

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