Nach dem weitgehend ergebnislosen Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sorgt ein Video in den sozialen Medien für Irritation. Darin hört man, wie Trump sagt: „Russland wünscht sich den Erfolg der Ukraine. Es klingt ein bisschen merkwürdig.“ Zu sehen ist Selenskyj, der daraufhin verwundert die Augenbrauen nach oben zieht und lacht.
Vor dem bilateralen Treffen hatte der US-Präsident mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin telefoniert. Trumps Aussage folgte auf eine Frage nach den Inhalten des Gesprächs. Der russische Regierungskritiker und frühere Schachweltmeister, Garry Kasparow, schrieb dazu auf X: „Wir sind alle Selenskyj. Aber niemand auf Erden hat seine Selbstkontrolle.“ Dazu postete er den Clip der Pressekonferenz in Mar-a-Lago.
Trump und Selenskyj nach Gespräch zuversichtlich
Nach ihrem Gespräch äußerten sich die beiden Staatschefs auf der Pressekonferenz betont zuversichtlich über die Verhandlungen zu einem Ende des Krieges in der Ukraine. Trump sprach von einem fantastischen Treffen. „Wir kommen (einer Einigung) viel näher, vielleicht sogar sehr nahe“, sagte Trump. Allerdings gebe es noch ein oder zwei schwierige Fragen.
Selenskyj sagte, er habe eine großartige Diskussion mit Trump geführt. „Wir haben vereinbart, dass sich unsere Teams in den kommenden Wochen treffen werden, um alle besprochenen Angelegenheiten abzuschließen“, sagte Selenskyj. Im Januar könnte es ein Treffen in Washington mit Trump sowie Vertretern der Ukraine und Europas geben. Er sagte, das Problem der Sicherheitszusagen sei zu 100 Prozent gelöst. Der US-Präsident sagte hingegen, diese Frage sei zu 95 Prozent gelöst.
Im Zentrum der Verhandlungen steht eine von der Ukraine überarbeitete Fassung des US-Plans zur Beendigung des russischen Angriffskriegs. Die USA hatten im November zunächst einen 28-Punkte-Plan
vorgelegt, der als zu russlandfreundlich kritisiert worden war. In den
vergangenen Wochen wurde er auf Drängen der Ukraine und ihrer europäischen
Verbündeten überarbeitet. In der neuen Version ist unter anderem ein Einfrieren des aktuellen
Frontverlaufs vorgesehen. Die Ukraine würde demnach einen Teil ihrer Truppen im
Osten des Landes für die Schaffung einer entmilitarisierten Pufferzone
zurückziehen.
