Schummel-Vorwurf in der Formel 1!
Das britische Online-Portal „Autosport“ berichtet, dass der Weltverband Fia eine Untersuchung gegen einen der zehn Rennställe aufgenommen hat. Grund: Das Team soll gegen das technische Reglement verstoßen!
Wie jetzt herausgekommen ist, soll es sich um Red Bull handeln.
Dem Bericht zufolge soll der Rennstall einen Trick anwenden, der es den Mechanikern & Co. erlaubt, die Höhe des Autos zwischen Qualifikation und Grand Prix zu verändern.
Ein Verstoß gegen die Fia-Regeln, die besagen, dass die Boliden genau so ins Rennen starten müssen, wie sie das Qualifying gefahren sind. Denn: Die Autos sind ab dem Beginn des Zeitfahrens durch das sogenannte „Parc fermé“ für Veränderungen (bis auf die Einstellung des Frontflügels) gesperrt.
Laut „Autosport“ sollen in den vergangenen Wochen, als sich die Formel 1 in einer rund einmonatigen Pause befand, mehrere Teams auf die Fia zugegangen sein, um ihre Bedenken gegen Red Bull zu äußern.
Eine Anhebung oder Absenkung des vorderen Teils des Autos könnte ein erheblicher Vorteil z. B. beim Reifenverschleiß sein. Noch spürbarer wäre der Unterschied wohl bei der generellen Abstimmung zwischen einem Auto mit wenig Benzin (wie im Qualifying) oder einem schweren, wie zu Beginn des Rennens.
Pikant: Eine offizielle Beschwerde ist bei der Fia nicht eingegangen.
Der Weltverband gegenüber „Autosport“: „Jegliche Veränderung des Autos zwischen Qualifying und Rennen ist verboten. Während wir bisher keinerlei Hinweise darauf haben, dass eines der Teams auf ein solches System zurückgreift, wird die Fia weiterhin auf die Einhaltung der Regeln achten. Deshalb haben wir weitere Maßnahmen getroffen, damit das Einsetzen solcher Hilfen nicht einfach so möglich ist.“
Beim Großen Preis der USA am Sonntag in Austin (Texas) werden die Regelhüter bei der Inspektion der Autos wohl besonders auf die Einhaltung der technischen Regeln achten. Bleibt abzuwarten, ob sie dabei etwas finden …