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Sanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin dauert länger als geplant

Die Bahn hat den Termin zur Wiedereröffnung der Strecke zwischen Berlin und Hamburg wegen des Winterwetters auf unbestimmte Zeit verschoben. Die geplante Fertigstellung zum 30. April sei nicht mehr einzuhalten, teilte das Unternehmen mit. Wegen der niedrigen Temperatur könnten seit Ende Dezember bestimmte Arbeiten nicht mehr durchgeführt werden.

Sobald der Boden vollständig wieder aufgetaut sei, müssten die verschobenen Arbeiten neu eingetaktet werden, heißt es in der Mitteilung der Bahn. Das Personal auf der Baustelle solle deutlich verstärkt werden, sobald die Arbeiten fortgesetzt werden können. Bis zum 13. März wolle man ein Konzept zur Inbetriebnahme der Strecke vorlegen. Dabei würde auch die eigentlich ab dem 1. Mai geplante Sanierung der Stracke Hamburg-Hannover berücksichtigt. Die Baumaßnahmen dort müssten wegen der Verzögerungen der Baustelle Berlin-Hamburg ebenfalls neu geplant werden, damit die Umleitungskonzepte funktionierten.

Strecke Berlin-Hamburg seit August 2025 gesperrt

Seit Anfang August 2025 ist die Bahnstrecke
Hamburg-Berlin gesperrt, zunächst war mit neun Monaten Bauzeit geplant worden. Die 280 Kilometer
lange Strecke führt durch fünf Bundesländer und ist eine der wichtigsten
Pendlerstrecken in Deutschland mit täglich rund 30.000 Fahrgästen im
Fernverkehr und insgesamt 470 Zügen pro Tag. Während der Sperrung wird der Fernverkehr über Stendal und Uelzen
umgeleitet. Die Fahrtzeit verlängert sich dadurch im Fahrplan um 45
Minuten, oft allerdings um deutlich mehr. Statt zwei Verbindungen pro Stunde gibt es nur noch eine, die Halte Ludwigslust und Wittenberge entfallen.

Gerd-Dietrich Bolte, für Infrastruktur zuständiger Vorstand bei der DB InfraGO, sprach von einer „bitteren Nachricht“. Man werde mit den Baupartnern in den kommenden Wochen alles daran setzen, den Rückstand „so gut wie möglich“ aufzuholen.

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