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Putin ordnet Serienproduktion von Oreschnik-Rakete an

Russlands Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, die sogenannte Oreschnik-Rakete künftig serienmäßig zu produzieren. Eine solche Waffe habe „bisher niemand anders auf der Welt“, sagte Putin bei einer Besprechung mit ranghohen Militärs und Vertretern der Rüstungsindustrie. Die Entscheidung für die Serienproduktion sei bereits gefallen und praktisch schon organisiert. Zugleich werde die Rakete weiter erprobt – auch im Kampfeinsatz.

Bei der sogenannten Oreschnik-Rakete handelt es sich um eine Mittelstreckenrakete mit einer Reichweite zwischen 5.000 und 6.000 Kilometern. Experten gehen davon aus, dass die Rakete auch nuklear bestückt werden kann. Ganz neu ist Oreschnik nicht. Das US-Verteidigungsministerium vermutet, dass die ballistische Mittelstreckenrakete auf dem Design der russischen Interkontinentalrakete RS-26 beruht.

Nachdem die USA und andere westliche Länder der Ukraine den Einsatz weitreichender Waffen auch auf russischem Territorium erlaubt hatten, hatte Russland zuletzt die neue Rakete bei einem Angriff auf die ukrainische Stadt Dnipro eingesetzt. Die örtlichen Behörden in Dnipro teilten mit, bei dem Angriff seien zwei Menschen verletzt und eine Industrieanlage sowie ein Rehazentrum für Menschen mit Behinderungen beschädigt worden.

Abschuss vom Kaspischen Meer aus

Nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes war der Flugkörper von einem Testgelände in Kapustin Jar in der russischen Region Astrachan am Kaspischen Meer abgefeuert worden. Er war mit sechs nichtnuklearen Sprengköpfen bestückt, erreichte elffache Schallgeschwindigkeit und brauchte bis zum Einschlag in Dnipro 15 Minuten. Ähnliche Raketen habe Russland allerdings bereits im Juni und Oktober des vergangenen Jahres getestet, teilte der Geheimdienst mit.