Auch nach dem Schlusspfiff geht es zwischen Mainz und Bremen heiß her! Werder gewinnt die Bundesliga-Partie in der MEWA Arena mit 3:2. Bremen-Stürmer Niclas Füllkrug (33) erzielt dabei zwei Elfer-Tore, steht nun bei acht Treffern nach sieben Spieltagen. Doch danach gibt es Ärger mit dem Mainzer Mittelfeldstar Nadiem Amiri (29).
Nach Abpfiff gestikuliert Füllkrug wild, geht auf DFB-Star Amiri (14 Länderspiele) los und redet auf ihn ein. Die beiden stehen Kopf-an-Kopf. Die Fetzen fliegen. Bremens Youri Regeer geht dazwischen und trennt die Streithähne.
Amiri über Füllkrug: „Beleidigungen sind gefallen“
Amiri über den Zoff mit Füllkrug: „Alles gut. Ich kenne Fülle ja vom DFB. Mir sind von Anfang an ein paar Sachen im Spiel auf den Sack gegangen. Nach einem Foul gegen Danny da Costa wollte Füllkrug sich nicht entschuldigen. Da war ich schon ein bisschen sauer. Aber so ist Fußball. Wir verstehen uns. Ein paar Beleidigungen sind gefallen. Aber von daher, alles gut, kein Stress.“ Die Frage, ob er und Füllkrug sich wieder die Hand gegeben haben, bejaht Amiri und verabschiedet sich von der Sky-Reporterin.
Niclas Füllkrug nennt nach Abpfiff bei DAZN den Grund für den Zoff: „Amiri war nicht ganz so respektvoll zu meinem Mitspieler. Dann habe ich ihm gesagt, dass er den Ball flach halten soll.“
Schon zuvor sorgt Füllkrug für Aufregung. In der 81. Minute wird er ausgewechselt. Für ihn kommt Itten in die Partie. Anschließend sieht man den Angreifer, wie er vor der Werder-Bank mächtig emotional wird. Es wird laut. Er brüllt, gestikuliert, klatscht alle ab, bevor er sich auf die Bank setzt. Der Grund für die Emotions-Explosion? Unklar!
Füllkrug über Wechsel-Wut: „Nicht böse gemeint“
Fülle nach dem Spiel: „Ich war k.o. Je kaputter man ist, desto höher die Emotionen. Das ist gar nicht böse gemeint. Das war hitzig und witzig jetzt im Nachhinein. Ich war fix und fertig, habe auf die Auswechslung gewartet, weil ich gemerkt habe: Wir brauchen elf Mann auf dem Platz, die richtig marschieren können. Ich wollte runter, weil das Spiel irgendwann schon sehr an den Kräften genagt hat. Es war sehr intensiv, so tief zu verteidigen. Mainz hat mit keiner Flanke gezögert. Die Wege wurden immer weiter.“
Werder-Kapitän Marco Friedl sagt: „Es war ein von beiden Seiten hart geführtes Fußballspiel, aber ich glaube, der Schiedsrichter hatte es sehr gut im Griff und unterm Strich ist es fair über die Bühne gegangen.“