Las Vegas – Die Welt hat einen neuen Poker-König! Ami-Talent Lucas Jumalon (22) gewinnt das 10.000-Dollar-Main-Event der World Series of Poker in Las Vegas, krönt sich nach 11 harten Spieltagen zum neuen Weltmeister. Neben dem prunkvollen Gold-Armband kassiert er die Mega-Summe von 10 Mio. Dollar (8,6 Mio. Euro). Natürlich, der bisher größte Gewinn seiner noch jungen Karriere.
2-Stunden-Heads-up gegen Finnen
Jumalon, der nach Joe Cada (damals 21) der zweitjüngste Spieler der Geschichte ist, der dieses Turnier gewinnen konnte, happy: „Es ist ein pures Gefühl der Euphorie. Ich denke mir: ‚Ich wache morgen auf und frage mich: Spielen wir heute wieder?‘ Ich gehe einfach mit dieser Einstellung an alles heran. Ich liebe dieses Spiel so sehr, es hat mir so viel gegeben und mir so viele tolle Menschen beschert. Ich bin unendlich dankbar.“
9208 Spieler hatten in diesem Sommer beim größten Turnier des Jahres teilgenommen. Nach 8 Tagen wurde der Final-Tisch erreicht. Die letzten 9 Spieler bekamen eine 2-Wochen-Pause, bevor es in die Entscheidung ging. Die hat Jumalon scheinbar bestens genutzt. Gemeinsam mit dem englischen Poker-Profi Patrick Leonard arbeitete er an seinem Spiel, um bestmöglich vorbereitet zu sein. Mit Erfolg!
König und Sechs sorgen für den Titel
Jumalon ging als Chipleader ins Finale, gab die Führung bis zum Heads-Up nicht mehr ab. Gegen seinen finnischen Kontrahenten Lauri Saaskilahti wurde es im finalen Duell dann aber nochmal brenzlig. Beide waren zwischendurch fast gleichauf mit den Chips. Doch Jumalon behielt die Nerven und gewann letztendlich mit König und Sechs gegen Ass und Sieben, weil er einen Sechser-Drilling bekam. Was für eine epische Schlacht.
Und was macht er jetzt mit der ganzen Kohle? „Ich brauche ein paar Tage, um darüber nachzudenken, aber nichts Übereiltes.“ Zuvor hatte er in seiner Poker-Karriere rund 1 Mio. Euro gewonnen. Mit dem Giganten-Sieg hat er jetzt fast das Zehnfache auf dem Konto. Gegner Saaskilahti, der bisher rund 100.000 Euro gewonnen hatte, geht mit 6 Mio. Dollar nach Hause.