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Kansas City – Dieses Drama hätte sich wohl niemand ausmalen können! Österreich springt dem Vorrunden-Aus bei der WM in allerletzter Sekunde von der Schippe. Sasa Kalajdzic (28) schießt unseren Nachbarn in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum 3:3 gegen Algerien – eine Niederlage hätte das Aus bedeutet.

Österreichs Marcel Sabitzer (32) ringt im Interview direkt nach Abpfiff nach Worten. Beim ZDF sagt der Dortmunder: „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das war so ein Auf und Ab. Wir gehen zweimal in Führung, dann musst du das nach Hause bringen.“

Und weiter: „Das kannst du nicht bringen, das ist teilweise unseriös. Aber das ist eine andere Geschichte, wir sind weiter.“ Ganz Fußball-Österreich atmet einmal tief durch.

„Ein letzter Ball auf die beiden Türme“

Sabitzer schildert die entscheidende Szene aus seiner Sicht: „Ich haue noch einen letzten Ball rein auf die beiden Türme. Kopfball, Kopfball und rein.“ Mit der letzten Aktion des Spiels flankt Sabitzer von links, Michael Gregoritsch (32/1,93 Meter) legt ab auf Kalajdzic (2m) und der Ex-Stuttgarter trifft per Kopf ins rechte Eck.

Dabei hat Österreich lange alles im Griff, liegt nach Treffern von Marko Arnautovic (37/28. Minute) und Sabitzer (55.) zweimal in Führung. Algerien schlägt durch Rafik Belghali (24/45.) und Riyad Mahrez (35/60.) zurück – und geht in der dritten Minute der Nachspielzeit sogar in Führung.

Bedeutet: Algerien wäre als Gruppenzweiter weiter, Österreich als Gruppendritter sogar raus! Vor dem Spiel war sogar über einen Nichtangriffspakt spekuliert worden, weil ein Remis beiden Teams zum Weiterkommen gereicht hätte. Und so kommt’s am Ende dann doch ...

Sabitzer sagt: „Wir haben den Atem in Österreich ein bisschen angehalten. Aber jetzt können die Leute weitertrinken.“ Was Sabitzer im Adrenalinrausch vielleicht nicht bedacht hat: Das 3:3 fällt um 5.58 Uhr österreichischer Zeit. Prost.