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Wir stehen als Gruppensieger fest und damit im Sechzehntelfinale der WM am Montag (22.30 Uhr, MEZ) in Boston. So weit, so gut. Doch jetzt wird’s kompliziert. Denn: Gegen wen wir spielen, ist erst am kommenden Sonntag gegen 6 Uhr morgens mit dem letzten Schlusspfiff der Vorrunde wirklich sicher.

Unser Gegner kommt aus diesen 5 Gruppen

Klar ist bereits: Wir treffen auf einen Tabellendritten. Und zwar aus den Gruppen A (Südafrika, Südkorea, Tschechien), B (Kanada, Schweiz, Bosnien, Katar), C (Brasilien, Marokko, Schottland), D (Australien, Paraguay) oder F (Holland, Japan, Schweden).

Welche Mannschaften in diesen Gruppen Dritter werden und damit als Gegner für uns infrage kommen, wissen wir bereits Freitag früh gegen 6 Uhr. Dann nämlich endet dort das letzte Spiel mit den Partien Türkei gegen USA und Paraguay gegen Australien in Gruppe D.

Aber: Wer es wirklich wird, kann sich auch danach noch verschieben. WM absurd!

Gruppendritte landen in eigener Tabelle

Die Tabellendritten aller 12 WM-Gruppen werden von der Fifa in einer eigenen Rangliste aufgeführt. Und zwar sortiert nach den Punkten und Toren, die sie in ihrer Gruppe erzielt haben. Liegen zwei Teams gleichauf, entscheidet zwischen ihnen die Anzahl der erzielten Tore. Ist auch die gleich, geht es erst nach der Fair-Play-Wertung und sonst nach der Platzierung in der Weltrangliste.

Mit Ende der Vorrunde wird dann abgerechnet: Die besten acht kommen weiter ins Sechzehntelfinale. Für die schlechtesten vier (Tabellenplatz 9 bis 12) ist die WM vorbei. Sie treten zusammen mit den Viertplatzierten der Gruppen die Heimreise an.

Verschiebungen bis zuletzt möglich

In der Tabelle der Drittplatzierten kann es bis zum Abpfiff der letzten Gruppenphase-Partie noch Bewegung geben. Fiktives Beispiel zum Verständnis: Ein Team liegt bis kurz vor Schluss auf Platz 9, schießt dann aber noch in letzter Sekunde den Siegtreffer. Schon wird es in der Dritten-Wertung nach oben gespült und verdrängt damit den bisherigen Tabellen-Achten raus aus dem Turnier.

Durch die deutsche Brille gesehen kann theoretisch also ein Team, das gerade noch unser Gegner gewesen wäre, im nächsten Moment aus den Top 8 rutschen. Und schon wäre unser Gegner ganz schnell ein anderer.

WM-Teams fliegen last minute

Erst mit dem letzten Schlusspfiff am Sonntagmorgen gegen 6 Uhr haben alle Teams Gewissheit, gegen wen es geht. Und wo! Denn die Stadien der Sechzehntelfinals stehen ja schon lange fest. Gut möglich also, dass man durch ein Tor irgendwo plötzlich nicht mehr nach Boston muss, sondern nach Mexico City. Da könnte also auf die Orga-Teams der Nationalmannschaften noch einiges an spontanem Buchungs-Stress zukommen …