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Köln – Deutschlands Blitz-Aus bei der WM 2026 hat einen Weltmeister von 1990 tief enttäuscht. „Es tut mir im Herzen weh, was für ein jämmerliches Bild unsere Nationalelf abgibt. Wenn ich zum Beispiel sehe, wie sich die Japaner in den letzten Jahren entwickelt haben – die sind in Siebenmeilenstiefeln an uns vorbeigezogen. Unser Komet fliegt dagegen nur noch nach unten“, sagt Pierre Littbarski (66).

Im Gespräch mit BILD ledert Litti vor allem gegen den Bundestrainer. „Es gibt bei Julian Nagelsmann viel zu kritisieren, das fängt damit an, dass er selten Bundesliga-Spiele im Stadion verfolgt oder auch nicht beim Afrika-Cup war“, meint der 73-fache A-Nationalspieler.

Littbarski fragt sich: „Warum wurde Nagelsmann eigentlich Bundestrainer?“ Er vermutet: „Weil es keine andere Lösung gab.“ Der frühere Dribbelkünstler behauptet: „Schon bei der EM 2024 war unsere Taktik: Daumen drücken und hoffen, dass Wirtz und Musiala funktionieren.“

1982, 1986 und 1990 gehörte Littbarski zum WM-Kader des DFB. Dass Nagelsmann jetzt an seinem Posten klebt, ärgert ihn maßlos: „Hätte Nagelsmann einen Arsch in der Hose, wäre er direkt nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay schon zurückgetreten. Das wäre etwas Positives an dieser Katastrophe gewesen.“

Litti schlägt Guardiola als Nachfolger vor

Nagelsmann ist aus Littis Sicht nicht geeignet für den Job des Nationaltrainers: „Wer sagt, dass das ein großer Trainer ist? Große Trainer waren für mich Hitzfeld, Happel, Rehhagel, Lattek, Daum oder Heynckes – sie haben alle ihre Spuren hinterlassen. Nagelsmann hinterlässt keine Spuren, sondern nur Traurigkeit. Ich habe keine Motivation mehr, mir die Länderspiele unserer Nationalelf anzuschauen, was ich immer gerne getan habe.“

Aber was passiert jetzt? Litti hat auch zum Nachfolger-Thema eine klare Meinung: „Jürgen Klopp wäre ebenfalls nur ein Trainer, weil es keine Alternativen gibt. Ich finde, dass er sich mit seinem Job als Experte bei MagentaTV keinen Gefallen getan hat, weil er den Bundestrainer öffentlich unter Druck gesetzt hat. Warum versuchen wir es nicht mal mit einem Coach aus dem Ausland? Pep Guardiola – das wäre einer, der für frischen Wind sorgen würde.“