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Ungewöhnliche Bestrafung für Uruguays WM-Verlierer! Nach dem peinlichen Vorrunden-Aus mit nur zwei Punkten aus drei Gruppenspielen wurde den Stars aus Südamerika von ihrem Verband der private Charterflug zurück in die Heimat kurzerhand gestrichen. Alle Spieler sollen stattdessen nun mit normalen Linienflügen die Rückreise antreten. Das berichtet Martin Charquero, Reporter des Sportradiosenders „Carve Deportiva“ aus Uruguay.

Kein Sieg bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko sowie nur Platz drei hinter dem krassen Außenseiter Kap Verde in einer Gruppe mit Spanien und Saudi-Arabien sorgt in der Heimat für Wut und Unverständnis. Das bekommen die Spieler nun zuallererst bei der Planung ihrer Rückkehr zu spüren. Auch die heimische Presse rechnete bereits hart mit der Mannschaft ab. „Die Enttäuschung Südamerikas“, urteilt die uruguayische „El País“. „Ein Realitätsschock nach einem Traum, der in Frustration endete“, schreibt „El Observador“.

Der ebenfalls stark in der Kritik stehende Trainer Marcelo Bielsa (70) hatte nach dem abschließenden 0:1 gegen Spanien mit seinem grimmig-kauzigen Blick zusammengekauert auf einer Getränkekühlbox gesessen und mit sich selbst geredet. Im TV-Interview fuhr er anschließend völlig aus der Haut, brüllte plötzlich in die Kamera.

Chaos in der Uruguay-Mannschaft

Im Spiel hatte Bielsa seinen Kapitän und Real-Star Fede Valverde vom Platz genommen, beide würdigten sich dabei keines Blickes. Der argentinische Coach soll als Reaktion auf eine Meuterei vom Vortag von Teilen der Mannschaft gegen seine Art und sein Training unpopuläre Personalentscheidungen getroffen haben. „Wir haben nur zwei Punkte geholt. Das zeigt meine Leistung als Manager“, räumte Bielsa hinterher ein: „Ich habe das Potenzial der Spieler nicht abrufen können.“

Die aktuellen Kaderspieler sind nicht die ersten, die mit Bielsa offensichtlich massive Probleme haben. Allen voran war es auch Torjäger-Legende Luis Suárez, der sich öffentlich mit ihm zoffte. Bielsa selbstkritisch: „Was ich Uruguays Fußball gegeben habe, ist nichts. Wenn sie mich fragen, wie man sich an mich erinnert, dann als jemand, der nichts erreicht hat.“ Seit Mitte Mai 2023 ist Bielsa im Amt. Seine Zeit als Uruguay-Coach dürfte nun enden.