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Deutschland brutzelt im WM-Sommer unter einer Hitzeglocke! Bei Anstoß unserer Unwichtig-Pleite gegen Ecuador (1:2) sind es am Donnerstagabend um 22 Uhr in NRW noch immer 30 Grad Celsius! Die Affen im Zoo schlecken Wassereis. Erste Gotteshäuser öffnen ihre Pforten als Kühlhaus. Aber Deniz Undav sitzt weiter auf der Bank of Nagelsmann …

Coooleluja! Wenn es so weitergeht, holen wir uns den 5. Stern und sitzen dabei alle zum Public Viewing in der Kirche. Finale? 5. Stern? Die Hitze hat mir sicher die Sinne vernebelt. Nur gerecht, dass es ARD-Esther und Saunameister Bastian Schweinsteiger (41) zum Nachmittag in New York nicht viel besser ergeht. Schwitzen sollen sie, schwitzen!

„Es ist so heiß hier, es ist wirklich heiß hier. So 32, 33 Grad“, stöhnt die Sedlaczek (40) im Jumbo-Sakko vor Anpfiff im legendären MetLife-Stadion von New Jersey. T-Shirt-Schweini (war der es nicht, der auf Rat von Thomas Müller Kilos abkochen sollte?) zischt noch: „Hier unten auf dem Rasen fühlt es sich noch mal heißer an.“ Macht sich sofort auch in seiner Leistung bemerkbar: Schweini wirkt vor Anpfiff ungewohnt hibbelig und phrasenschweinig. Permanenter Fluchtreflex. Das geht so weit, dass Esther vor einem Millionenpublikum offen ihre Verlustängste thematisiert …

Esther: „Ich bin hier immer kurz davor, meinen Experten zu verlieren.“

Schweini: „Du hast mich an der Leine!“

Esther: „Nee, die habe ich ja L-E-I-D-E-R nicht! Du haust einfach wieder ab.“

Szenen einer TV-Ehe, kurz vor dem Siedepunkt? Hoffentlich nicht!

Gut, dass DFB-Reporter Alex Schlüter (41) die fleischgewordene Hydration Break bleibt und Sportdirektor Rudi Völler die Vorspiel-Frage des Tages stellt: „Wenn der Stürmer Völler so viel getroffen hätte wie Deniz Undav, hätte er es dann verstanden, wenn er doch wieder auf der Bank sitzt?“ Rudi lobt rudimäßig die Frage und dann die Joker-Gabe von Uns Undav. Riecht maximal nach „Deutscher Fußball Sprachregelungs Bund“. Wie wir darauf kommen? Weil Bundes-Julsi Nagelsmann (38/Seine Frau nennt ihn so) kurz zuvor bei den Magenta-Kollegen die ähnliche Undav-Arie schmettert.

Startelf? „Denzi ist der Finisher unserer Mannschaft“, verteidigt Nagelsmann seine Never-Endig-Einwechsel-Strategie. Dann scheint der Fernseh-Gott endgültig genug zu haben von Julsis Rollenverständnis und verpasst unserem Oberadler eine schöne Dusche per Wassersprenger. Ein Denkzettel? O-Ton Magenta-Reporter Thomas Wagner (54): „Ich hoffe, ihr habt gesehen, wie cool der Bundestrainer war: Hier kam gerade der Wassersprenger. Eine nette Abkühlung.“ Haben wir genau registriert! Schade, dass der ansonsten starke Wagner verpasst, Undav nach dem Spiel zu fragen, ob er im Sechzehntelfinale in der Startelf stehen will …

Wir haben auch gesehen, dass MagentaTV im Gegensatz zu Nagelsmann („Hört mir auf mit dem Quatsch, ehrlich!“) schon wieder rotiert hat: Jürgen Klopp (59/Klimaanlagen-Erkältung?) im Experten-Tandem mit dem kurzhosigen Mats Hummels (37) funktioniert auch. Weniger Komik, etwas mehr Tiefgang. Kloppo klärt im Gärtner-Sprech über den „wahnsinnig stumpfen Rasen“ auf. Hummels ist Herr der Arithmetik bei der Erläuterung der komplexen Sechzehntelfinal-Quali-Regeln. Und TV Müller (trainiert schon wieder in Vancouver) wird per Live-Schalte ins Programm geholt und ist sofort bissig: „Teams wie Argentinien sind abgezockt. Wenn die keine Chance gegen sich bekommen wollen, kriegen sie auch keine. Die sind abgezockter. Das fehlt uns noch. Wir spielen immer so in unser Talent rein. Man kann es plakativ als Naivität beschreiben.“

Verlustangst-Esther und die Doppel-Dusche für Nagelsmann – beruhigend, dass auch Schweini nach dem Spiel die Kurve zur konzentrierten Kritik kriegt: „Wir sind nicht Weltspitze! Wir sind aber auch nicht schlecht. Wir sind da.“ Oder wie der starke ARD-Kommentator Philipp Sohmer (51) urteilt: „Ecuador weint vor Glück. Deutschland ist tief ernüchtert.“

„Hot Stuff“ aus New York. Und jetzt alle mir nach in die Eistonnen!